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Doro Pesch: „Solingen kenne ich wie meine Westentasche"

Die berühmte, in Düsseldorf geborene, Rocksängerin kommt regelmäßig in die Rockcity-Tonstudios nach Solingen – und das bereits seit vielen Jahren. Nun berichtete sie dem Magazin „Mensch, entdecke Solingen!“, was sie an der Klingenstadt so mag.

Sie ist die die „Queen of Metal“, weltweit die einzige Frau, die in der „Hall Of Heavy Metal History“ aufgenommen wurde: Doro Pesch, 54, gebürtige Düsseldorferin, on Tour auf der ganzen Welt, derzeit auf Festivals, im September in Russland, im Oktober in den USA. In der Region kann man sie das nächste Mal live erleben am 26. Oktober in Düsseldorf als Support von „Saxon“ in der Mitsubishi Electric Hall. Die führende Sängerin der Deutschen Heavy-Metal Szene war wochenlang mit ihrer Live-DVD in mehreren Ländern Europas in den Top Ten, in Deutschland auf Platz zwei und in Finnland sogar auf Platz eins. Das Album „Forever Warriors, Forever United“ war No. 4 in den Albumcharts und sogar No.1 in den Vinyl Charts in Deutschland. Beim Wacken Open Air 2018 etwa feierten sie nach ihrem Jubiläums-Auftritt mit über 75 000 begeisterte Fans als Headliner.

Solingen, New York, Moskau

Immer wieder mal legt sie seit einigen Jahren einen Stopp in Solingen ein, in den „Rockcity-Studios“ des Musikers Carsten Steffens und Ralph Quick, wo sie auch schon einige Songs für das aktuelle Album „Forever Warriors, Forever United“ aufgenommen und gemischt hatte. Die Arbeit mit Doro Pesch und ihrer Crew sei meist sehr intensiv, bis zu 15 Stunden am Tag, berichtet Steffens. Pesch komme mit ihren Musikern manchmal erst um drei Uhr nachmittags, so dass es oft bis in die Nacht gehe. „Aber das läuft alles ganz entspannt und sehr professionell“, sagt Steffens. Einige Mixe und vor allem das Mastering übernähmen dann Mastering Engineere und Mixer in New York. Das sei aus Marketing-Gründen ein wichtiger Schritt, er liefere dafür die Tonspuren zu.

Ihr gefalle die besondere Atmosphäre des Solinger Studios, meint Carsten Steffens, so fernab vom Trubel der Metal-Hotspots: „Hier kann sie mit ihren Musikern in Ruhe proben und ihre Songs aufnehmen. Hans Hoos ist derjenige, der ihre Termine arrangiert, und wir freuen uns immer alle sehr auf das Come-together.“ Den Kontakt zu Pesch hatte ursprünglich Steffens Kollege Ralph Quick über einen alten Freund Rudy Kronenberger hergestellt.

Doro Pesch und viele andere Promis lieben die Atmosphäre der Rockcity-Studios

Mit ihren Produktionen errangen Steffens und Quick schon einige Auszeichnungen, so den Preis der Deutschen Schallplattenkritik oder mehrfach den German Blues Award und Deutschen Rock & Pop Preis. Unter den Bands und Musikern, die die Rockcity Studios beehrten, finden sich viele mit Weltruf, etwa die Original Begleitband von Muddy Waters, Mel Gaynor, der Schlagzeuger der Simple Minds und auch der wohl älteste Musiker, der 92jährige Piano-Pinetop Perkinks. Und auch der Pianist Chuck Leavell, der mit den Rolling Stones und Eric Clapton gearbeitet hat, spielte schon im Rockcitystudios ein.

Offen für Hobbymusiker

„Aber natürlich arbeiten wir auch mit vielen Hobbymusikern, lokalen Bands und Nachwuchskünstlern zusammen“, sagt Steffens. Darüber hinaus produzieren Steffens und Quick Auftragskompositionen für Radio, Fernsehen, Werbung und Internet. „Für Firmen bieten wir Audio-Logos und Musik an. Des Weiteren habe ich eine Vielzahl an Original-Playbacks und -Playalongs für Musiker in der Schublade, die nur darauf warten bespielt zu werden.“

Ein wuchtiges Mischpult für 30 Tonspuren mit über 1000 Reglern und Knöpfen, dazu die moderne Computer-Ausrüstung für digitale Tonbearbeitung: Das ist der Arbeitsplatz von Carsten Steffens. Gemeinsam mit dem Produzenten Ralph Quick betreibt er die Rockcity-Studios an der Weyerstraße schon seit fast 25 Jahren. Neben dem Regieraum gehören zwei Aufnahmeräume dazu, das größere mit einer Fläche von 75 Quadratmetern. „Im großen Raum können wir Bands mit ihrem kompletten Instrumentarium aufnehmen und nicht nur die Instrumente einzeln einspielen, wie in den 1980 gern und 90 gern“, sagt Steffens. „Die Musik klingt dann viel organischer ein bisschen Old-School, aber das scheint wieder beliebter zu werden bei den Bands. Viele Musiker bevorzugen das.“ So eben auch Doro Pesch.

Von Helge Schneider bis zu den Bläck Fööss

Dass die Rockcity-Studios seit Jahren Erfolge einfahren, sieht man an den goldenen Schallplatten und an der Menge von CDs, die an den Wänden im Flur und im Regieraum hängen. Viele Namen bekannter Einzelinterpreten und Gruppen sind dort zu finden: Anne Haigis, Jens Filser, Chris Kramer, Helge Schneider, H-BlockXX, The Donots, Subway to Sally und die Killer Barbies – sowie der aus Solingen stammende Bastian Strempel und die Blääck Fööss aus Köln. 

KONTAKT: Carsten Steffens, Weyerstrasse 179 a, 42659 Solingen, E-mail: [email protected], Telefon +49 212 2530626.

Hier, das was sie dem Magazin des Solinger Stadtmarketings verriet:
„Solingen kenne ich wie meine Westentasche, ehrlich. Nicht erst, seitdem ich mit meinen Musikern bei Carsten Steffens und Ralph Quick in den Tonstudios von Rockcity probe und Songs aufnehme – was immer super ist und wir uns dort alle wahnsinnig wohl fühlen! Nein, als Kind bin ich oft mit meinem Vater im LKW nach Solingen gefahren, weil er dort etwa Holz abgeholt hat. Ich hab das Bergische mit seinen Fachwerkhäusern immer geliebt und komme heute noch super gern an die Wupper, weil das einfach Naherholung pur ist – im Rüdenstein sitzen und aufs Wasser und die Wälder gucken – mehr brauche ich nicht, um runterzukommen.“

(Redaktion)


 


 

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