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Naturschutz

8.000 Junglachse für die Wupper

Vor wenigen Tagen wurden die Wanderfische als Bestandteil des Ökosystems Wupper wieder angesiedelt.

8.000 Junglachse haben ein neues Zuhause gefunden: in der Wupper unterhalb des Stausees Beyenburg. Die Fischereigenossenschaft Mittlere Wupper mit ihren angeschlossenen Fischereivereinen setzte im August weitere Tiere in die Wupper ein, insgesamt in diesem Jahr bisher 200.000 Junglachse.

Mit Helmut Wuttke, Vorsitzender der Fischereigenossenschaft, und seinen Mitstreitern aus den Fischereivereinen legten auch Heike Obenlüneschloß von der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Wuppertal und Georg Wulf, Vorstand des Wupperverbandes, mit Hand an, um die Lachse in die Wupper zu setzen. Das Ziel, die Wupper wieder zur Heimat von sensiblen Fischarten, z. B. Lachsen und Meerforellen, zu machen, verfolgen die Akteure gemeinsam und Hand in Hand mit ihrer jeweiligen Aufgabenstellung.

Projekt "Perspektivwechsel Wupper" bis 2025

In den vergangenen Jahren hat die Wupper durch die Gewässerprojekte des Wupperverbandes ein natürlicheres Flussbett erhalten und ist an vielen Wehren und Querbauwerken wieder für Wanderfische passierbar. Auch im Wuppertaler Stadtgebiet soll sich der Fluss bis zum Jahr 2025 auf 15 Kilometern wieder naturnah entwickeln. Dies ist Bestandteil des Schlüsselprojektes „Perspektivwechsel Wupper“. Bereits rund 9 Kilometer haben die Stadt und der Wupperverband mit fachlicher Unterstützung der Fischereigenossenschaft gemeinsam bereits geschafft. In den kommenden Jahren soll diese Entwicklung mit weiteren Projekten fortgesetzt werden.

Die Jungfische stammen aus dem Bruthaus des Bergischen Fischerei-Vereins 1889 e.V.(BFV) Wuppertal. Die Eier wurden bis zum Schlupf der Jungfische vom Bruthausteam des BFV täglich umsorgt und anschließend bis auf die jetzige Größe von ca. 10 Zentimetern herangezogen. Weitere 100 000 Junglachse stammen aus dem Lachszentrum Hasper-Talsperre.

Noch bis zum kommenden Frühjahr werden die Junglachse in ihrem Heimatfluss bleiben. Dann verlassen sie die Wupper in großen Schwärmen in Richtung Rhein und Nordsee.  Die Fische bleiben dann mindestens ein Jahr im Meer, bevor sie in den Wintermonaten wieder zum Laichen in ihr Heimatgewässer aufsteigen. Leider ist die Zahl der Rückkehrer wie in anderen Flusssystemen auch gemessen an den Besatzzahlen noch gering: Von den in die Wupper gesetzten Fischen kehren nur zwischen 0,1 und 1 Prozent zurück. Dennoch setzen alle Beteiligten ihr Engagement für die Wanderfische fort, damit sie sich zukünftig auch ohne die menschliche Hilfe wieder von selbst in der Wupper zahlreich vermehren.

Zum Thema Fischbesatz noch einige wichtige Fakten:

  • Jedes Jahr werden aus finanziellen Mitteln der Fischerei für über 50 000 Euro Jungfische von Lachsen und Meerforellen in der Wupper verteilt.
  • Jedes Jahr werden auch über 250 000 junge Bachforellen im Wuppersystem ausgebracht. 
  • Es werden ehrenamtlich hunderte Stunden für die Erbrütung von Lachs-, Meerforellen- und Bachforelleneiern geleistet. 
  • Eine Vielzahl von Stunden fließt in Monitoringaufgaben und Reinigungsaktionen, Kontrollgänge der Fischereiaufseher und Gewässerwarte.

(Liane Rapp)


 


 

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