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NRW-Statistik

Zahl der Insolvenzen weiter gesunken

Im ersten Quartal 2016 wurden bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen 7.471 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das waren deutlich weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Wie das statistische Landesamt mitteilt, sind die Insolvenzanmeldungen im ersten Quartal 2016 gegenüber dem gleichen Zeitraum 2015 um 6,1 Prozent zurück gegangen (2015: 7 954 Fälle). Die Höhe der voraussichtlichen Forderungen, die von den Gläubigern bis zum Zeitpunkt der Datenübermittlung an die Statistiker bei den Amtsgerichten angemeldet wurden, nahm in den ersten drei Monaten dieses Jahres allerdings um 46,6 Prozent zu und summiert sich auf 1,9 Milliarden Euro (Januar bis März 2015: 1,3 Milliarden Euro). 

1 669 Insolvenzverfahren in Nordrhein-Westfalen betrafen Unternehmen. Das waren 11 Prozent weniger als im ersten Quartal 2015 (damals: 1 875 Fälle). Die voraussichtlichen Forderungen beliefen sich auf 1,4 Milliarden Euro und waren damit um 72,5 Prozent höher als im ersten Quartal 2015 (damals: 829 Millionen Euro). Zum Zeitpunkt der Antragstellung waren von den Unternehmensinsolvenzen 8 017 Beschäftigte betroffen; das waren 31,3 Prozent weniger als von Januar bis März 2015 (damals: 11 673 Beschäftigte). 

Im ersten Quartal 2016 beantragten neben den Unternehmen 4 878 Verbraucher (z. B. Arbeitnehmer, Rentner oder Arbeitslose) die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens; das waren 7,5 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum (damals: 5 276 Fälle). Ehemals selbstständig Tätige meldeten in 720 Fällen (+25,2 Prozent) Insolvenz an. Die hieraus resultierenden voraussichtlichen Forderungen waren mit 144 Millionen Euro um 60,4 Prozent höher als im ersten Quartal des vergangenen Jahres. 204 Verfahren (-10,5 Prozent) betrafen Nachlässe, Gesamtgut und natürliche Personen als Gesellschafter. 

Wie die Statistiker weiter mitteilen, können Insolvenzgerichte die Eröffnung von Insolvenzverfahren "mangels Masse" ablehnen, falls das verfügbare Vermögen des Schuldners voraussichtlich nicht ausreicht, um die Kosten des Verfahrens zu begleichen. Im ersten Quartal 2016 waren hiervon u. a. 411 Unternehmen, 35 ehemals selbstständig Tätige und 23 Verbraucher betroffen.

(Redaktion)


 


 

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