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Preisverleihung

"Deutschlands nachhaltigstes Produkt" kommt aus Wuppertal

Unter mehrfacher Bergische Beteiligung fand am Freitagabend die Verleihung des zehnten "Deutschen Nachhaltigkeitspreises" in Düsseldorf statt. Auf der Bühne stand unter anderem der gebürtige Solinger Tim Höttges, der den Preis für die Deutsche Telekom entgegennahm.

An insgesamt vier Kommunen und zehn Unternehmen wurde der "Deutsche Nachhaltigkeitspreis" im Rahmen einer Gala vergeben. Mit dabei unter den 1200 Gästen jede Menge Prominenz aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Showbiz, unter anderem Königin Mathilde von Belgien, Sängerin und Aktivistin Annie Lennox, die britische Verhaltensforscherin Jane Goodall und Musiker Marius Müller-Westernhagen, die allesamt mit einem Ehrenpreis für ihr soziales und ökologisches Engagement ausgezeichnet wurden.

Nominiert war auch das Remscheider Familienunternehmen Vaillant in der Kategorie "Jubiläumspreis", ging aber dann leer aus - der Preis ging an "Frosta" aus Bremerhaven. Glücklicher Sieger in der Kategorie „Deutschlands nachhaltigstes Produkt“ war allerdings das Wuppertaler Unternehmen GEPA, das den Preis für seinen "Café Orgánico" erhielt. Entschieden hatte dies nicht eine Jury, sondern ein Online-Verbrauchervoting der REWE-Group.

Peter Schaumberger, GEPA-Geschäftsführer für Vertrieb und Marketing, sagte anlässlich der Preisverleihung: „Der Café Orgánico war 1986 der erste fair gehandelte Biokaffee in Deutschland. Heute ist er ein GEPA-Klassiker, liegt bei unseren Kundinnen und Kunden ebenfalls unangefochten an erster Stelle. Die Auszeichnung ist eine schöne Bestätigung dafür, dass bio und fair eine gelungene Einheit bilden. Davon profitieren Konsumenten wie Produzenten.“ Den Rohkaffee für den Café Orgánico bezieht die GEPA unter anderem von Kleinbauernkooperativen aus Mexiko, Honduras oder Peru. Durch Fairen Handel haben diese Kaffeebauern bessere Perspektiven. Für ihre Verdienste um den Fairen Handel und die Nachhaltigkeit ist die GEPA schon vielfach ausgezeichnet worden, u. a. beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2014 als „Deutschlands nachhaltigste Marke“; gleichzeitig wurde sie dabei unter die Top 3 der nachhaltigsten Kleinunternehmen (bis 499 Mitarbeiter) gewählt. 

Hinter der GEPA stehen MISEREOR, Brot für die Welt, die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“. Mitgliedschaften: • World Fair Trade Organization (WFTO), • European Fair Trade Association (EFTA), • Forum Fairer Handel

In der Kategorie "Deutschlands nachhaltigstes Großunternehmen" konnte sich die Deutsche Telekom AG gegen den Pumpenhersteller WILO und die TUIGroup durchsetzen. Vorstandsvorsitzender Tim Höttges nahm den Preis für sein Unternehmen entgegen. Die Jury hatte sich für die Bonner AG entschieden, weil sie deren nachhaltige Vorreiterrolle würdigte, was sich unter anderem in ihrem nachhaltigen Lieferantenmanagement und vielen Maßnahmen zur energieeffizienteren Datenübertragung niederschlage. 

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis:   Seit 2008 sucht der Deutsche Nachhaltigkeitspreis jedes Jahr kreative Lösungen für die Herausforderungen von morgen: Europas größte Auszeichnung für ökologisches und soziales Engagement würdigt Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit – in so unterschiedlichen Kategorien wie Wirtschaft, Forschung, Architektur und Kommunen. Mit dem Preis fördert die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e. V. gemeinsam mit der Bundesregierung und weiteren Partnern mutige Akteure und Ideen mit Vorbildfunktion. Mitglieder der Expertenjury sind unter anderem der Rat für Nachhaltige Entwicklung, das Wuppertal Institut, SÜDWIND e.V. – Institut für Ökonomie und Ökumene oder der NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V..

(Liane Rapp)


 


 

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