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Quartiersentwicklung

Mit Bob in die Zukunft

In Oberbarmen entwickeln sich die Hallen des ehemaligen August Bünger Bob-Textilwerks zum Spot für Kreativität und Freigeist.

Beim Gang durch die Hallen des alten Bob-Textilwerkes wird schnell klar: Der Ort hat Potential. So sehen das auch Gian Issel, Jan Breskott, Johannes Berg, Niklas Dürhager und Mitja Sauerland. Gemeinsam mit Start-ups und Vereinen wollen sie hier aktiv werden. Über die „Soziale Stadt“ hat die Gruppe Kontakt zum Eigentümer Achim Bünger bekommen. „Dieser Riesenkomplex hat uns einfach geflasht“, sagt Issel. Die Idee: Das Bob muss wieder zu Leben erweckt werden. Die Kreativbranche, lokale Vereine und Erlebnisgastronomie sollen hier heimisch werden. Das Ziel, so Kai Sieper, der die Öffentlichkeitsarbeit der Gruppe macht, ist eine Stätte für Begegnungen, Ausstellungen, Events und Sport.

Multifunktionelle Zukunft 

Erste Schritte hat die Bob-Community schon gemacht. Im Garten wachsen Küchenkräuter, Bäume sind gefällt, einige Hallen sind entrümpelt, eine Werkstatt ist eingerichtet. Außerdem will der Verein „Skate Fabrik“ eine Skatehalle in den alten Fabrikräumen einrichten. Neben der Skate Fabrik gibt es noch einen anderen Verein mit Interesse am Bob: „Kopp auf! Wuppertaler Initiative für nachhaltige Entwicklung“. Sabine Nagl ist die Vorstandvorsitzende der Gruppe, die laut ihrer Aussage hintergründiges Wissen über die Zusammenhänge zwischen eigenem Handeln, der Wirtschaft und sozialen Folgen aufzeigen will.

Leuchtendes Vorbild

Als wichtigster nächster Schritt steht die Gründung einer GmbH als zentraler Institution auf der Agenda. Sie soll sich um die Vermietung kümmern und auf die Einhaltung des Konzepts achten. Das Aufeinandertreffen von handwerklichem Einsatz und angewandter Kreativität ist ein Indiz dafür, dass die Idee Bob viele Früchte tragen kann. Das große Vorbild liegt weit außerhalb der Stadtgrenzen. 2013 hat sich eine alte Teppichfabrik im Berliner Viertel Alt-Stralau für drei Wochen in ein kreatives Zentrum verwandelt.

Vetrauen spendet Sicherheit

Materialspenden und Sponsoren sind beim Bob ebenso gefragt wie helfende Hände. Und Mitmacher, seien es Vereine, Start-ups oder Kreative auf Raumsuche. Bei der ganzen Arbeitszeit, die sie in den Komplex investiert haben, fürchten sich die Bobs nicht davor, dass ein Investor das große Geschäft wittert und einfach mit einer großen Summe alles an sich reißt. Sie betonen, dass sie ein Vertrauensverhältnis zum Eigentümer Achim Bünger aufgebaut haben.

Der Artikel ist ein gekürzter Auszug aus der neuen Ausgabe der talwaerts, Wuppertals Wochenzeitung. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der neuen Ausgabe, die immer freitags erscheint. Überall, wo es Zeitschriften gibt und unter www.talwaerts-zeitung.de

(Esther Brandt)


 


 

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