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Döppersberg: Es ist ruhig geworden

Was ist eigentlich aus der Initiative döpps105 geworden, die sich für eine Kostendeckelung beim Projekt Döppersberg einsetzt?

Weitermachen Döppersberg – Kosten deckeln! Dieser Spruch sorgte Anfang vergangenen Jahres für Furore. Hinter dem Leitsatz stand eine Initiative: döpps105. Die Forderung war eindeutig: Die Kosten für den Umbau des Döppersberg sollten nicht mehr als 105 Millionen Euro betragen. Unterschriften wurden gesammelt, das Bürgerbegehren schließlich als nicht zulässig abgelehnt, daraufhin von döpps105 Klage eingereicht. Mittlerweile wurde die B7 gesperrt, der Primark beschlossen und die Kostendeckelung ist hinfällig. Was also macht die Initiative heute?

Weiterhin Gehör verschaffen

Es ist ruhig geworden um döpps105. Versucht man die Initiative zu erreichen, landet man über die Website bei Ansprechpartnern, die schon längst nicht mehr aktiv sind. Ein Mitglied jedoch ist nach wie vor dabei: Beate Petersen. „Unser Kernteam besteht momentan aus zehn Leuten. Natürlich waren wir zu der Zeit, als wir noch Unterschriften gesammelt haben, wesentlich größer“, erklärt sie.“

Wie hoch werden die Kosten tatsächlich sein? Wer soll das alles bezahlen? Wie steht es nach dem Umbau mit dem öffentlichen Nahverkehr rund um den Döppersberg? Eine Antwort auf diese Fragen lässt laut döpps105 bisher noch auf sich warten. Offene Briefe schreiben – ist es also das, was die Initiative heute noch ausmacht? Nein, da ist noch mehr, sagt Beate Petersen. „Wir haben für dieses Jahr große Veranstaltungen in Planung. Ende Juni findet die erste Veranstaltung als Auftakt einer Serie statt, begleitend zur OB-Wahl“, berichtet sie. Viel mehr will Petersen jedoch noch nicht verraten.

Effizienz ist Trumph

Doch wie sieht es mit den Aktivitäten und Botschaften der Initiative an sich aus? Döppersberg – Kosten deckeln! Noch immer steht dieser Leitsatz im Kopf der Website, erscheint auf Flyern und Plakaten. Dabei ist die Forderung schon längst überholt, die Kosten für dem Umbau haben 105 Millionen Euro überstiegen – wie teuer das Projekt am Ende tatsächlich wird, ist noch nicht abzusehen. „Wir werden jetzt sicher nichts mehr aufhalten können“, gibt Petersen zu, klingt dabei jedoch eher kämpferisch als resigniert. Also keine Unterschriftenaktionen und Infostände mehr? „Was sollen wir uns denn da jetzt in die Stadt stellen und jammern? Wir wollen effizient sein.“

Wie effizient sie tatsächlich sind, wie viele Wuppertaler ihre Website anklicken und die öffentlichen Forderungen und Briefe verfolgen, das hält die Initiative nicht nach. Auch ihre beim Landesgericht Düsseldorf eingereichte Klage, mit der sich die Initiative dagegen wehrt, dass ihr Bürgerbegehren als unzulässig erklärt wurde, scheint noch nicht weiter bearbeitet. „Die Klage dümpelt noch so herum, sie ist uns noch anhänglich.“ Das ist das Einzige, was Petersen darüber verlauten lässt. Doch sie betont: „Döpps105 ist ein längeres Projekt, wir sind immer noch da.“

Der Artikel ist ein gekürzter Auszug aus der neuen Ausgabe der talwaerts, Wuppertals Wochenzeitung. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der neuen Ausgabe, die immer freitags erscheint. Überall, wo es Zeitschriften gibt und unter www.talwaerts-zeitung.de

(Redaktion)


 


 

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