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Start-up

Wuppertaler "WohnmobilOase" lockt Touristen an

Erfolgreiche Geschäftsidee: In Wuppertal läuft das Geschäft mit Wohnmobiltouristen so gut, dass Unternehmer Axel Blankennagel einen zweiten Park plant.

Vor über einem Jahr startete Axel Blankennagel ein ungewöhnliches Start-up auf einem von der Stadt Wuppertal erworbenen Grundstück an der Linderhauser Straße: Er eröffnete neben seinem "CompetenzCenter Reisen & Verkehr" einen Wohnmobilpark, die „WohnmobilOase“. Zehn Vollversorgerplätze für Wohnmobile entstanden auf dem Betriebsgelände neben der Nordbahntrasse, ebenso eine Wohnmobilwaschanlage und eine Entsorgungsstation. „Rund 100.000 Euro habe ich in den Wohnmobilplatz investiert“, so Blankennagel.

Der Unternehmer, selbst Wohnmobilfan, achtete beim Bau auf viele Details, etwa überdachte Holzsitzbänke und ein ansprechendes Garten-ähnliches Umfeld mit einer liebevoll angelegten Kräuterspirale, bei der sich die Gäste auch gerne bedienen dürfen. Die einzelnen Stellplätze sind nach Wuppertaler Ortsteilen benannt und mit orginellen Schildern ausgestattet. Und für jedes ankommende Wohnmobil halten er und seine Frau eine Begrüßungstüte mit selbstgemachter Marmelade, Schnapsfläschchen sowie von Wuppertal Marketing bereitgestelltem Infomaterial bereit. Außerdem gibt es für nach Geschäftsschluss anreisende Wohnmobilisten einen Vertrauenstresor, in dem sie das Geld für die Übernachtung deponieren können. „Bislang“, sagt Blankennagel, „sind wir erst einmal enttäuscht worden“.

Über 1.000 Übernachtungen in einem Jahr

15 Euro werden pro Nacht für einen Stellplatz fällig - inklusive Strom, Wasser und Müllentsorgung. Wer nur Ver- und Entsorgung bei einem Zwischenstopp nutzen möchte, zahlt dafür fünf Euro. Mit der Auslastung ist Blankennagel zufrieden: Bereits über 1.000 Übernachtungen konnten verbucht werden. Einzig die fehlenden Hinweisschilder in der Stadt werden auch von seinen Gästen bemängelt. „Diese wären nicht nur wichtig für Besucher, sondern auch für die Wuppertaler selbst, damit sie um dieses Angebot wissen und ihre Freunde mit Wohnmobil hierhin einladen können“, meint Blankennagel.

Auf jeden Fall hat er Spaß an seinem „Hobby“ und würde gerne eine weitere Möglichkeit dieser Art im Westen der Stadt schaffen. „Wir prüfen nun, ob wir ein städtisches Grundstück hierfür finden können“, so Wirtschaftsförderer Jürgen Altmann, der das Unternehmen auch schon beim Kauf und Bau des Firmenstandortes Linderhauser Straße begleitet hat.

Hintergrund:
Neben der "WohnmobilOase" besitzt das Ehepaar Blankennagel das Busunternehmen Rheingold-Reisen-Wuppertal, das 2014 sein 85jähriges Jubiläum feierte und in vierter Generation in Familienhand ist. Im gleichen Jahr zog die Firma an die Linderhauser Straße 70. Hier stehen neben dem Wohnmobilpark auch Abstellplätze für Busse zur Verfügung.

(Liane Rapp)


 


 

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