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Stellungnahme der Stadt Wuppertal

„Der Döppersberg ist für 105 Millionen nicht zu realisieren“

Nach den klaren Worten der Elberfelder Einzelhändler zu den Planungspannen und der fehlerhaften Kommunikation durch die Stadtverwaltung sprach busines-on Bergisches Land mit Stadtsprecherin Martina Eckermann.

"Wir sind sehr am Dialog mit den IG`en inter- essiert. Beide Einzelhändlervertretungen sind bisher beteiligt gewesen und sollen das auch bleiben", so Eckermann. Aber es sei ein Feh- ler, das Bürgerbegehren mit der Frage der Sperrung der B7 zu verquicken. "Die Prüfung in diesem Punkt ist völlig ergebnisoffen", sagt Eckermann, "es gibt hier keine Festlegung der Politik."

Experten überzeugten den OB

Die Stadtsprecherin erläuterte allerdings, dass der zur Zeit urlaubende Oberbürgermeister von Fachleuten überzeugt worden sei, dass die Sperrung weniger Einschränk- ungen mit sich brächte als die Alternative: "Die fatalen Auswirkungen, die eine 5-jährige einspurige Verkehrsführung auf der Talachse mit sich bringen würden, haben OB Peter Jung in seiner Meinungsbildung sicher beeinflusst", so Martina Eckermann. "Insgesamt müssen aber auch die Befürworter des Bürgerentscheids wissen, dass der Döppersberg für 105 Millionen Euro nicht zu realisieren ist."

CDU gegen Einzelhändler?

Fraglich bleibt, ob den Interessengemeinschaften IG 1 und IG Friedrich-Ebert-Straße diese Worte reichen: Nach Einschätzungen von Beobachtern läuft es auf eine öffentliche Auseinandersetzung im Kommunalwahlkampf zu – ein Streit, den sowohl der Oberbürgermeister als auch die CDU dann wird aushalten müssen.

(Redaktion)


 


 

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1 Kommentar

von Emil Blume
20.11.13 00:06 Uhr
Döppersberg - Politischer Dilletantismus

Wieso hält Herr OB Jung den »Versuch« für falsch, Wuppertals wichtigstes Bauprojekt auf die ursprünglich vorgesehenen 105 Millionen Euro zu deckeln?

Noch zu Beginn des Jahres, im März, versprach der Oberbürgermeister Peter Jung (CDU), die Kosten zu deckeln und Kostensteigerungen, oder Mindereinnahmen durch Umschichtungen im Projekt auszugleichen.

Was ist mit diesem Oberbürgermeister denn los? Wie ein Fähnchen im Wind, heute hüh, morgen hott? Was sollen wir Ihnnen denn glauben Herr Jung? Alle paar Wochen eine neue Sicht auf die Dinge und der Bürger hat das klaglos hinzunehmen?

OB Peter Jung wörtlich am 07.03.2013:
»Selbstverständlich gilt weiterhin der Ratsbeschluss aus dem Mai 2010, in dem eine Deckelung der Gesamtkosten für die Umgestaltung des Döppersbergs auf 105,62 Millionen Euro festgelegt wurde. Darüber hinaus wurde beschlossen, dass Kostensteigerungen oder Mindereinnahmen durch Umschichtungen im Projekt auszugleichen wären. Dies ist der momentane Stand der Dinge und es gibt heute überhaupt keine Veranlassung, Mutmaßungen anzustellen oder drohende Szenarien zu prognostizieren! «

Und heute? Alles anders? Der Bürgermeister hat sich geirrt und kann sein »Versprechen« nicht halten. Und wenn das Stimmvieh jetzt nicht brav mitmacht, gibts gar nix?

Die Frage ist, kann Wuppertal sich einen Oberbürgermeister leisten, der seine Versprechen nicht hält und bei Projekten planlos agiert?

Ein Oberbürgermeister der für sein Fehlverhalten den Bürger in Haftung nimmt und das Blaue vom Himmel lügt, weiss entweder nicht was er tut, oder er handelt ganz bewusst so. Beides ist eine Schande und eines Oberbürgermeisters unwürdig.

 

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