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Trinkwasser

Seit 25 Jahren gemeinsam für den Gewässerschutz

Wasserwirtschaftler und Landwirte feierten das Jubiläum der Kooperation „Bergisches Land“ und betonten als einen der Erfolge die niedrigen Nitratwerte im Bereich der Kooperationspartner.

Trinkwasser ist ein wichtiges Gut. Um seine Qualität zu sichern, haben sich vor 25 Jahren Akteure der Wasserwirtschaft und der Landwirtschaft zusammengetan und arbeiten seitdem Hand in Hand in Sachen Gewässerschutz. 

Der Schutz des Talsperrenwassers beginnt schon im Einzugsgebiet und an den Bächen, die in eine Talsperre münden. So kann der Aufwand für die Aufbereitung in den nachfolgenden Schritten niedrig gehalten werden. Durch die Einführung von Wasserschutzgebieten konnten die Trinkwassertalsperren besonders geschützt werden. In den Einzugsgebieten der Talsperren sind die Landwirte wichtige Akteure. Und vorsorglicher Gewässerschutz bedeutet z. B., die Bäche vor Einträgen von Dünger und Pflanzenschutzmitteln sowie vor Viehtritt zu schützen.

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Kooperation zwischen den Wasserverbänden Wupperverband, Aggerverband, Stadtwerke Solingen, EWR GmbH und den landwirtschaftlichen Betrieben im Einzugsgebiet der Trinkwassertalsperren feierten die Partner Mitte Juni in Wermelskirchen die Erfolge der Kooperation. Rund 95 Personen nahmen an der Veranstaltung auf dem Milchviehbetrieb Mühlinghaus nahe der Großen Dhünn-Talsperre teil. Auf dem Programm standen Dankesworte des Landwirtschaftsministeriums sowie eine Podiumsrunde mit den Beteiligten der Kooperation. Eine kleine Ausstellung über die fachliche Praxis sowie eine Hofbesichtigung rundeten die Veranstaltung ab.

Niedrige Nitratwerte bei den sechs Talsperren der Kooperation

In den Bereich der Kooperation „Bergisch Land“ fallen sechs Talsperren, drei im Gebiet betreibt des Wupperverbandes: Große Dhünn-Talsperre in Wermelskirchen (mit 81 Mio. m³ die zweitgrößte reine Trinkwassertalsperre Deutschlands), die Schevelinger Talsperre sowie die Neyetalsperre, deren Eigentümer die EWR GmbH ist und die noch eine Reservefunktion für Trinkwasser hat. 

Die Solinger Stadtwerke sind mit der Sengbach-Talsperre als Trinkwasserspeicher dabei, der Aggerverband mit den Trinkwassertalsperren Genkel- und Wiehltalsperre. Ein eindeutiges Zeichen für den Erfolg der Kooperation ist, dass der Nitratwert der Talsperrenbweit unter dem Grenzwert von 50 mg/l liegt.

Der ehemalige Landwirtschaftsminister Klaus Matthiesen hatte die Kooperation ins Leben gerufen. Hintergrund war, dass das Verhältnis zwischen Wasserwirtschaftlern und Landwirten nicht immer so einvernehmlich war. Deshalb holten der damalige Landwirtschaftsminister und der damalige Präsident der Landwirtschaftskammer Rainer Latten am 9. Juni 1989 die Vertreter beider Seiten an einen in Tisch. Sie machten deutlich, dass die beiden Parteien nicht aus dem Raum gelassen würden, ehe sie sich nicht geeinigt hätten. So entstand als Basis das auf einem Handzettel festgehaltene 12-Punkte-Programm. Damit war der Grundstein für die Kooperation gelegt. Alle Beteiligten sind sich einig: „Die Kooperation muss im Sinne des Umweltschutzes weiterhin so erfolgreich fortgesetzt werden.“

(Liane Rapp)


 


 

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