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Verleihung

Röntgenplakette geht an Münchner Physiker

Am kommenden Samstag, dem 21. April wird der 45jährige Physiker Franz Pfeiffer in Remscheid für seine Verdienste bei der Entwicklung der Phasenkontrast-Bildgebung mit Röntgenstrahlen ausgezeichnet.

Der Wissenschaftler legte mit seinen Arbeiten den Grundstein für die breite Anwendung der Phasenkontrast-Bildgebung mit Röntgenstrahlen in Medizin und Industrie. Über die biomedizinische Grundlagenforschung hinaus haben seine Forschungen ein immenses Potenzial für die Verbesserung der medizinischen Röntgen-Diagnostik, etwa bei der Mammographie, Radiographie und Computertomographie. So können Krankheiten wie Brust- oder Lungenkrebs in Zukunft früher diagnostiziert werden.

Die öffentliche Veranstaltung findet am Samstag, 21. April, ab 11 Uhr im Minoritensaal des Kulturzentrums Klosterkirche, Klostergasse 8, 42897 Remscheid, statt. Nach dem Festakt wird im Webersaal zum Empfang gebeten. Die Veranstalter laden hierzu öffentlich ein und freuen sich über zahlreiche Gäste.

Zur Person Prof. Dr. Franz Pfeiffer
Franz Pfeiffer wurde am 25. November 1972 in Kösching im oberbayerischen Landkreis Eichstätt geboren. Pfeiffer studierte von 1993-1999 Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach Forschungs- und Lehraufenthalten am Institut Laue-Langevin und der Europäischen Synchrotronstrahlquelle ESRF (Grenoble, Frankreich), dem Center of Nanoscience (München) und der Universität des Saarlands (Saarbrücken) begann er seine wissenschaftliche Karriere 2003 als Gastwissenschaftler an der University of Illinois, Urbana-Champaign, USA. Von 2003 bis 2005 war er Wissenschaftler an der Synchrotron Lichtquelle Schweiz SLS, Paul Scherrer Institut in Villigen in der Schweiz. Hier wurde er 2005 zum Gruppenleiter ernannt. Die Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne berief ihn 2007 zum Assistenzprofessor. 2009 erhielt Pfeiffer einen Ruf als Physikprofessor auf den Lehrstuhl für Biomedizinische Physik am Institut für Physik der Technischen Universität München. 2012 wurde er zudem als Professor in die Fakultät für Medizin an der Technischen Universität München berufen. 2017 wurde Pfeiffer zum Direktor der zwei Jahre zuvor gegründeten Munich School of BioEngineering (MSB) ernannt.

Ausstellung „Fragments – Deutsches Röntgen-Museum“ des britischen Künstlers Rupert Warren
Das Deutsche Röntgen-Museum zeigt außerdem im Kontext der Plakettenvergabe die Ausstellung „Fragments – Deutsches Röntgen-Museum“ des britischen Künstlers Rupert Warren. Rupert Warrens Arbeiten zeigen seine Visualisierungen der Museumsausstellung und eines Teils der Renovierungsarbeiten im Röntgen-Geburtshaus. Rupert Warren lebt und arbeitet in Remscheid. Die Ausstellung wird vom 21. April bis zum 31. August zu sehen sein.

(Redaktion)


 


 

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