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Vernetzung

Stammtisch Technische Textilien spricht über Nachwuchsförderung

Bereits zum zweiten Mal hatte die Wirtschaftsförderung zum Branchenstammtisch für Unternehmen im Bereich Technische Textilien nach Wuppertal eingeladen.

Zum "Stammtisch Technische Textilien" trafen sich über 20 Unternehmensvertreter auf Einladung der Wirtschaftsförderung im Cronenberger Festsaal. Das Ziel: eine bessere Vernetzung, um gemeinsam Projekte und Herausforderungen anzugehen. Schwerpunkt des Gedankenaustauschs war dieses Mal das Thema Ausbildung, denn auch in der Textilbranche fehlt der Nachwuchs.

Bei Besuchen auf der Leitmesse "Techtextil" in Frankfurt (das nächste Mal wieder vom 9. bis 12. Mai 2017), zu der aus Wuppertal traditionell viele Aussteller anreisen , hatten die Unternehmen aus der Region ihr Interesse an einem moderierten Branchennetzwerk signalisiert. Und so fand im Herbst letzten Jahres der erste Stammtisch statt – mit großem Erfolg. Im Juli nun die Fortsetzung.

Gemeinsam für textilbegeisterte Fachkräfte

Professor Dr. Wolfgang Kleinebrink, Geschäftsführer des Verbandes der Rheinischen Textil- und Bekleidungsindustrie, stellte die Textilakademie NRW vor. Diese soll in Kooperation mit der Hochschule Niederrhein auf deren Campus in Mönchengladbach bis zum Sommer 2018 entstehen. Der Standort NRW verfügt im Bundesvergleich über die meisten Textilbetriebe - allein 51 Prozent des deutschlandweiten Umsatzes im Bereich Technische Textilien werden hier erwirtschaftet. Ein Zukunftsmarkt, denn für die steigende Zahl der Anwendungsbereiche finden auch die Wuppertaler Unternehmen Lösungen anhand von Technischen Textilien.

„Der internationale Wettbewerb erfordert in immer kürzerer Zeit Innovationen und dazu sind hochqualifizierte Facharbeitskräfte unabdingbar“, so Kleinebrink. Dafür soll das neue Aus- und Weiterbildungszentrum der Branche dienen. Auch lokal können die hiesigen Textilunternehmen dem Fachkräftemangel entgegenwirken: Zu Gast an diesem Abend war auch Thomas Lemken, Geschäftsführer des Vereins Kurs 21, der die Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft fördert. Ein Projekt ist die „Bergische Talentbörse“, die ein Empfehlungsmanagement für Auszubildende darstellt.

Frühzeitig in die Fachkräfte von morgen investieren

Viele Unternehmen erhalten auf ihre begrenzten Ausbildungsplätze gute Bewerbungen, die sie nicht alle nutzen können. Diese sollen nun in einem Talentpool gesammelt werden und Unternehmen können sich dort direkt interessante Bewerber auswählen. Lemken ist überzeugt: „So werden qualifizierte Bewerber in der Region und Branche gehalten.“

Schon viel früher setzen die „Reinschnuppertage“ an, die erst gerade zum zweiten Mal in Wuppertal stattgefunden hat. Bei dieser Berufsfelderkundung schauen sich Schülerinnen und Schüler der achten Klasse innerhalb von einer Woche drei Berufsbilder in den jeweiligen Unternehmen an. „Eine gute Chance, Jugendliche schon frühzeitig für interessante Berufe und die Ausbildung im Unternehmen zu begeistern“, sagt Anke Kleinbrahm von der Kommunalen Koordinierungsstelle.

Gelungene Einblicke in ein auch für diese Branche wichtiges Thema, befanden alle beim Imbiss im Anschluss. Man freut sich nun auf die Weiterführung dieses Formates und den dritten Stammtisch. Infos zum Stammtisch findet Interessenten bei der Wirtschaftsförderung.

(Liane Rapp)


 


 

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