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"Wir haben verstanden"

Ein Desaster für die Stadtsparkasse

Der Vorstand der Stadtsparkasse war guten Mutes, als er vor einigen Tagen eine Reform des Girokonto-Verkehrs ankündigte: Auf einer Pressekonferenz wurde die schöne neue Welt der Sparkasse anschaulich demonstriert und mit vielen Beispielen belegt. Doch wie die Kunden über die Reform denken, das hatte man wohl nicht bedacht.

Viele Proteste aus der Bürgerschaft führen nun zu einer Erklärung, die Wuppertal in einer solchen Form wohl noch nie von seinem Sparkassen-Vorstand gelesen hat. Der Vorstand, das sind Gunther Wölfges, Norbert Brenken und Axel Jütz, geht hier sinnbildlich in Sack und Asche.

Die drei Chefs schreiben:

Die zahlreichen Rückmeldungen unserer Kunden haben uns deutlich gezeigt, dass wir Fehler in der Kommunikation bei der Vorstellung unserer neuen Kontowelt begangen haben. Dafür entschuldigen wir uns ausdrücklich. Offenbar ist der Eindruck entstanden, dass wir mit Zusatzangeboten eine Preiserhöhung kaschieren wollten. Das war nicht unsere Absicht. Bei der Planung unserer Kommunikationsmaßnahmen waren wir offensichtlich so von den Vorteilen unserer neuen Kontomodelle überzeugt, dass wir dies zu sehr in den Vordergrund gestellt haben und so ein falscher Eindruck erweckt worden ist. Heute ermutigt uns die Tatsache, dass nahezu alle Kunden, mit denen wir persönlich ins Gespräch kommen, ebenfalls von den neuen Kontomodellen überzeugt sind.
Daher empfehlen wir allen unseren Kunden das persönliche Gespräch mit ihrem Berater oder ihrer Beraterin. Wir nehmen uns Zeit für Sie und finden im Gespräch mit Ihnen das Kontomodell, das zu Ihnen passt. Auch wenn je nach Nutzungsverhalten wenige Euro mehr im Monat für ein Girokonto gezahlt werden, so steht dem ein wertvolles Leistungsangebot zu im Wettbewerb fairen Preisen gegenüber.

Für die Wuppertaler bleibt die Frage offen, warum der Vorstand eines Kredit-Institutes, dass den Bürgern der Stadt gehört und das wahrlich ein anderes Image verdient als es die Abzocker der Großbanken zurecht haben, warum sich dieser Vorstand unter seinem neuen Chef nicht geschafft hat, sich "auf die andere Seite" zu setzen, also die Perspektive der verehrten Kundschaft einzunehmen - eine Übung, die für gute PR- und Marketing-Verantwortliche eigentlich zu ihrem normalen beruflichen Alltag zählt.

(Rudolf Stein)


 


 

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Reform Girokonto
Gunther Wölfges
Norbert Brenken
Axel Jütz

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