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WSV 2.0

Alles auf Anfang

Nach fünf Jahren mit häufigem Personalwechsel und rückläufigen Zuschauerzahlen werden nach wiederholtem Abstieg und der anschließenden Insolvenz die Karten beim WSV neu gemischt. Das Motto: WSV 2.0. Startposition: Oberliga

Einen guten Ruf hatte er zum Schluss wirklich nicht mehr: Friedhelm Runge, WSV-Vereinspräsident seit über 20 Jahren. Und besonders die letzten fünf Jahre waren für den WSV alles andere als rosig. „Man darf natürlich nicht nur auf die Zeit gucken, in der es beständig bergab ging. Man muss schon die ganzen 20 Jahre sehen“, sagt Thomas Richter, ehemaliger Spieler, Co-Trainer und Manager. Fair Play nennt man das wohl, was das jetzige Verwaltungsratmitglied damit meint. Kein Wunder: Im Verwaltungsrat des „neuen“ WSV ist Thomas Richter gemeinsam mit seinem Kollegen Achim Weber für den sportlichen Bereich zuständig. Und auch auf formaler Ebene ist ihm ein „sauberer“ Neustart wichtig. „Jetzt heißt es, nicht wie in den letzten Jahren bei jedem bisschen Gegenwind einzuknicken, sondern auf Strategie und Nachhaltigkeit zu setzen“, spielt er auf die zahlreichen Personalwechsel gerade auf der Trainerebene an. Aber Neustart und Oberliga bedeutet auch für das junge Team, viel Ehrgeiz und Einsatz an den Tag zu legen, denn: „Davon leben, beim WSV zu spielen, wird so schnell keiner mehr.“ Allerdings werden die Spieler mit dieser Tatsache nicht allein gelassen, sondern der WSV 2.0 fühlt sich auch dafür verantwortlich, dass die jungen Männer zusehen, dass sie parallel eine Ausbildung machen, studieren oder arbeiten gehen. „Geld verdienen kann man bestenfalls nämlich ab der 3. Liga aufwärts.“ Und dazwischen liegt immerhin auch noch die Regionalliga.

(Redaktion)


 


 

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