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Wuppertal

Abriss der "Bergischen Sonne"

Das ehemalige Spaßbad auf Lichtscheid macht Platz für einen neuen Technologiestandort, den Smart Tec Campus Wuppertal. Die Abbrucharbeiten haben heute begonnen.

 Acht Jahre Leerstand haben deutliche Spuren am Gebäude der einstigen "Bergischen Sonne" hinterlassen: In den leeren Schwimmbecken liegen dicke Brocken Bauschutt, zersplittertes Glas knirscht beim Gehen unter den Schuhsohlen, die Wände sind mit Graffitis bedeckt.

Nach Abschluss der Planungsphase sollen schon bald Veränderungen am Standort des ehemaligen Spaßbades sichtbar werden. Die Stadt Wuppertal und die Wirtschaftsförderung haben den Abrissauftrag für den Gebäudekomplex vergeben. Eine Bietergemeinschaft aus Lünen und Haltern am See erhielt den Zuschlag. So konnten die Abbrucharbeiten planmäßig am 14. September beginnen: Zunächst werden die Gebäude entrümpelt und die Baustelle vorbereitet, dann sollen im Oktober die Bagger anrücken.

Abriss mit großem Aufwand 

Bei der Planung der Abbrucharbeiten und der Aufbereitung der neuen Gewerbefläche arbeitet die Stadt eng mit NRW Urban zusammen. Die landeseigene Einrichtung ist auf den Rückbau und die Revitalisierung kommunaler Flächen spezialisiert. Bei den Planungsgesprächen wurde schnell deutlich, dass die Umwandlung vom ehemaligen Freizeitbad zu einem neuen Gewerbestandort ein aufwendiges Projekt wird. So müssen rund 7.300 Kubikmeter Beton zu kleinen Steinen geschreddert werden, die als recyceltes Material Wiederverwendung finden sollen. Und allein 350 Tonnen Holz fallen durch den Rückbau der Dachkonstruktion an. 

Die Abbrucharbeiten werden mehrere Monate bis April 2021 dauern. „Wir sind froh, dass es nach langer Vorbereitung nun endlich losgeht“, so Rolf Volmerig von der Wirtschaftsförderung. „Es wird Zeit, dass an diesem Top-Standort wieder neues Leben einkehrt“.
Platz für den neuen Smart Tec Campus Die Bergische Sonne macht Platz für den Smart Tec Campus Wuppertal. Die über 19.000 Quadratmeter große Fläche soll neuer Firmensitz von mittelständischen Unternehmen und Start-ups aus innovativen Technologie-Branchen werden. Das Konzept sieht ein Themencluster aus IT, künstlicher Intelligenz oder Forschung und Entwicklung vor. „Hier sollen über 250 neue, technologieorientierte Arbeitsplätze entstehen“, so Oberbürgermeister Andreas Mucke. „Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des Forschungs- und Entwicklungsstandortes Wuppertal geleistet“.

Geplant sind bis zu sieben Grundstücke mit einer Größe von 2.500 bis 9.000 Quadratmetern. „Ziel ist es, ein Kompetenzzentrum zu bilden, das überregionale Strahlkraft besitzt und hohen ökologischen Standards entspricht, die der Stadtrat für die Umsetzung des Projektes vorgegeben hat“, so Stadtdirektor Johannes Slawig. Zur digitalen Vermarktung der neuen Gewerbefläche hat die Wirtschaftsförderung ein Video produzieren lassen, das potenziellen Käufern die Vorteile des Standortes aufzeigt: eine gute Verkehrsanbindung, die Nähe zur Technologieachse und die Aussicht ins Gelpetal. Zu sehen ist das Video auf dem YouTube-Kanal der Wirtschaftsförderung.

(Redaktion)


 


 

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