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Susanne Keller im Interview

Aktuell, Interaktiv, Prominent- MadameTussauds in Berlin

Diese Eröffnung hat in den letzten Wochen für viel Gesprächsstoff gesorgt- Berlin hat sein Madame Tussauds bekommen. Die neue Attraktion wurde mit Spannung erwartet, hat bereits für heftige Diskussionen in den Medien und der Öffentlichkeit gesorgt. Berlin.Business-on.de sprach mit der Managerin von Madame Tussauds, Susanne Keller, über das neue Wachsfigurenkabinett der Hauptstadt.

Berlin.Business-on.de: Frau Keller, wie verliefen die letzten Wochen vor der Eröffnung für Sie?

Susanne Keller: Natürlich sehr arbeits- und zeitintensiv, zugleich aber auch sehr aufregend und spannend, da gerade in den letzten Wochen vor der Eröffnung die Attraktion jeden Tag an Gesicht gewonnen hat und man jeden Tag mit großen
Augen durch die Ausstellung gehen konnte und neue Elemente entdeckte.



Berlin.Business-on.de:
Was bedeutet es für Sie Managerin bei Madame Tussauds zu sein?

Susanne Keller: Ich möchte den Besuchern ein tolles einzigartiges Erlebnis bieten. Wer uns besucht, soll danach mit einer bleibenden Erinnerung nach Hause gehen. Ich kann mich noch heute an meinen Besuch vor mehr als 15 Jahren im Madame Tussauds London erinnern.

Berlin.Business-on.de: Madame Tussauds gilt besonders bei Touristen als
Attraktion. Wie wollen Sie auch die Berliner überzeugen sich die Wachsfiguren anzusehen?

Susanne Keller:
Wir haben 8 Themenbereiche: Geschichte & Politik, Kultur, Hinter den Kulissen, Sport, Fernsehen, Musik und den Promibereich. Damit bieten wir für
jeden etwas. Ich denke da ist doch auch für jeden Berliner was dabei, vor
allem da wir ja auch viele Berliner und deutsche Berühmtheiten zeigen.

Berlin.Business-on.de: Welche Erwartungen gibt es für die Besucherzahlen im
ersten Jahr?

Susanne Keller: Wir erwarten eine Vielzahl an Besuchern, da sich auch die Madame Tussauds Ausstellungen in den bereits existierenden Standorten größter Beliebtheit
erfreuen.

Berlin.Business-on.de: Gibt es eine Figur, die Ihnen besonders am Herzen
liegt und wenn ja, warum?
Susanne Keller: Ich finde alle unsere Figuren sehr gelungen. Daher habe ich keinen persönlichen Favoriten. Als Frau gesprochen finde ich es einfach ganz nett,
dass man sich bei uns zu Robbie Williams ins Bett legen kann oder mit George
Clooney händchenhaltend an einem Dinnertisch sitzen kann.

Berlin.Business-on.de:
Die Hitler- Wachsfigur hat für viele Schlagzeielen gesorgt.Wie stehen Sie zu der Kontroverse?

Susanne Keller:
Adolf Hitler steht für einen entscheidenden Teil in der Berliner Geschichte,der nicht verleugnet werden kann. Madame Tussauds behandelt die Meinungen um seine Figur mit großem Respekt. Bei der Entwicklung der Darstellung der Figur von Adolf Hitler wurde mit erheblichem Forschungsaufwand und Sensibilität vorgegangen. Madame Tussauds bedauert, dass im Falle des
Angriffs auf die Wachsfigur von Adolf Hitler eine Einzelperson nicht denselben Respekt gegenüber der Ausstellung gezeigt hat. Madame Tussauds ist unpolitisch und kommentiert oder bewertet weder die Personen, die in der Ausstellung gezeigt werden, noch was sie im Laufe ihres Lebens getan haben.

Berlin.Business-on.de: Beschreiben Sie Madame Tussauds in 3 Worten!

Susanne Keller: Aktuell, Interaktiv, Prominent.

Berlin.Business-on.de:
Vielen dank für das Interview!

(Redaktion)


 


 

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1 Kommentar

von medium-berlin
10.07.08 22:14 Uhr
das sieht doch alles sehr spannend aus

ich finde es gut wie hitler dargestellt wird, ich finde es gut, daß er dargestellt wird. ich bin gespaltener meinung wenn es um das attentat geht. herr bonhöfer meinte, daß man sich vor den wagen werfen müßte wenn ein irrer den kudamm auf dem gehweg hinunterbrettere und er spielte damit auf hitler an. wir verehren heute die widerständler um staufenberg und wollen nicht verstehen wieso sich ihr widerstand erst so spät regte.

man muß allerdings eine unterscheidung machen. HITLER IST TOT. der attentäter hatte keine politischen gründe sondern eher sehr idiotische beweggründe die ihn nicht weit wegrücken von denen die hitler bedingungslos gehorchten. und ihren vorteil suchten anstatt aufzubegehren.

das kabinett macht das richtige. es stellt zeitgeschichte dar und es stellt sie im fall hitler an einem punkt dar, der für das ganze spricht, die verblendung offenbart und ihre folgen. vielleicht ist es jedoch etwas zuviel der paranoia wenn man hitler wie einen staatsgast vor fotografien und sympathiebekundungen schützt. eine demokratische gesellschaft kann sich selbst dagegen wehren. entsprechende kommentare und abbildungen der folgen von hitlers tun dürften die hemmschwelle unendlich erhöhen für solche leute die eine verherrlichung der figur suchen.

ich glaube nicht, daß es auch nur ein anwesender demokrat dulden und mit ansehen würde wie hitler erneut gebraucht würde (schließlich war er auch nur eine installierte marionette des damaligen kapitals) für die realisierung menschenfeindlicher bestrebungen. wenn man den kräften der demokratie soweit nicht vertraut befindet man sich selbst im denkscheme von diktaturen.

 

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