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Wirtschaft/Arbeitnehmer

Die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit zeigt nur geringe Auswirkungen

Die von der EU erlassene volle Arbeitnehmerfreizügigkeit zeigt nur geringe Auswirkungen auf dem Berliner und Brandenburger Arbeitsmarkt: Es gibt nur rund 3.900 zusätzliche Arbeitnehmer.

Die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU hat bisher nur geringe Auswirkungen auf dem Berliner Arbeitsmarkt. Lediglich 2.000 Personen in Berlin und 1.900 Personen in Brandenburg sind seit dem Inkrafttreten im Mai 2011 aus den EU-8-Staaten auf dem regionalen Arbeitsmarkt hinzugekommen. Das geht aus einem Bericht an das Abgeordnetenhaus hervor, den der Senat auf Vorlage der Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat, beschlossen hat.

Das Abgeordnetenhaus hatte den Senat aufgefordert, ein knappes Jahr nach Öffnung des Arbeitsmarktes für die EU-8-Staaten erstmals über die Lage am regionalen Arbeitsmarkt und die Ergebnisse des Monitorings der Arbeitsagenturen zu berichten. Entgegen einzelner Prognosen kam es nach Aufhebung der Beschränkungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit für die sog. EU-8-Staaten Polen, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Estland, Lettland und Litauen zum 1. Mai 2011 nicht zu einem erheblichen Anstieg der Zuwanderung aus den neuen Mitgliedstaaten.

Unter Berücksichtigung der regelmäßigen saisonalen Schwankungen errechnete die Bundesagentur für Arbeit von April bis Dezember 2011 bundesweit einen Zuwachs von knapp 60.000 Beschäftigten, welcher der uneingeschränkten Arbeitnehmerfreizügigkeit zugerechnet werden kann. Der Anteil der Beschäftigten aus den EU-8-Staaten an allen Beschäftigten in Deutschland beläuft sich nach Angaben der Bundesagentur auf 0,8 %. Berlin-Brandenburg als grenznahe Region ist auch nicht in besonderem Maße vom Anstieg der Beschäftigten aus den EU-8-Staaten betroffen. Vielmehr zeichnet sich eine Konzentration auf die wirtschaftsstarken Ballungszentren in Süd- und Westdeutschland ab.

Trotz des häufig beklagten Mangels an Fachkräften bemühen sich derzeit nur wenige Betriebe um eine verstärkte Gewinnung von qualifizierten Beschäftigten aus den EU-8-Staaten. Aus den Statistiken der Bundesagentur für Arbeit geht hervor, dass ein Anstieg hauptsächlich im Bereich der gering qualifizierten Beschäftigung zu verzeichnen ist. Entsprechend hoch ist auch der Anteil an geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnissen unter den Zuwanderern. Die Zahl der in Deutschland arbeitslos gemeldeten Staatsbürger aus den EU-8-Ländern stagniert seit Mai 2011 bei ca. 30.000. Deshalb ist es auch zu einer zusätzlichen Belastung der Sozialsysteme nicht gekommen, vielmehr haben Menschen aus den EU-8-Staaten, die schon länger in Deutschland leben, nun eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit aufgenommen.

(Presse- und Informat des Landes Berlin)


 


 

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