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Arbeitsmarkt

Frühjahrsbelebung senkt Zahl der Arbeitslosen überraschend deutlich

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im April dank der Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt überraschend deutlich gesunken.

Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte, waren 3,406 Millionen Menschen offiziell arbeitslos gemeldet. Das seien 162 000 weniger als im Vormonat und 178 000 weniger als im April 2009. Die Arbeitslosenquote habe sich damit im Vergleich zum Vormonat von 8,5 auf 8,1 Prozent verringert.

Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich erfreut über die Frühjahrsbelebung. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (beide CDU) bezeichnete den Arbeitsmarkt als «Fels in der Brandung».

BA-Chef Frank-Jürgen Weise sprach von einem «unerwartet kräftigen Frühjahrsaufschwung». Die Zahlen ließen auf eine konjunkturbedingte Verbesserung am Arbeitsmarkt schließen. Insgesamt seien die Auswirkungen der Krise weiterhin moderat, vor allem, weil Kurzarbeit und andere betrieblichen Vereinbarungen den Arbeitsmarkt entlastet hätten.

Zugleich warnte Weise aber vor zu viel Euphorie. Nicht abzuschätzen sei die weitere konjunkturelle Entwicklung, auch mit Blick auf die Finanzkrise Griechenlands und deren mögliche Auswirkungen im Euro-Raum. Vor diesem Hintergrund bleibe die wirtschaftliche Situation «mindestens unsicher», warnte der BA-Chef.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Februar bezifferte die BA mit 27,23 Millionen Menschen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren dies 74 000 Menschen weniger. Während die Zahl der Arbeitnehmer mit Vollzeitjobs deutlich stärker zurückgegangen ist, legten die Arbeitsplätze in Teilzeit in diesem Zeitraum zu und federten so den Rückgang ab. In der Zeitarbeit, die aufgrund der flexiblen Inanspruchnahme durch Unternehmen als Frühindikator gilt, diagnostizierte Weise einen «ständigen Aufbau seit Juli 2009».

Bei der Kurzarbeit registrierte die BA einen kontinuierlichen Rückgang der Anzeigen auf zuletzt 40 000 im April. Im vergangenen Jahr seien es noch über 100 000 Anzeigen gewesen, sagte BA-Vorstand Raimund Becker. Der «Indikator steht auf Beruhigung». Derzeit werde «nur noch in jeder siebten Agentur» mit einem Plus bei der Kurzarbeit in der jeweiligen Region gerechnet.

Laut Merkel zeigten die neuen Zahlen, dass sich die «Erholung» nicht nur beim Wirtschaftswachstum niederschlage, sondern auch «spürbar für die Menschen» sei. Sie sei «sehr erfreut», dass sich die Kurzarbeit bewährt habe.

Von der Leyen verwies darauf, dass Arbeitslosigkeit deutlicher gesunken sei, als das für April üblicherweise zu erwarten war. Positiv sei auch die erneut gewachsene Nachfrage nach Arbeitskräften. «Wir kommen an dieser Stelle langsam aus dem krisenbedingten Tief heraus», sagte sie. Allerdings stünde der Arbeitsmarkt ohne die Entlastung durch die Kurzarbeit auch in der Aprilbilanz nicht so gut da.

DGB-Vorstandsmitglied Claus Matecki bezeichnet die Frühjahrsbelebung ebenfalls als erfreulich. Allerdings seien die Risiken eines konjunkturellen Rückschlags weiterhin hoch. Das schwache Wachstum stütze sich ausschließlich auf den Export und die Konjunkturhilfen.
Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte, waren 3,406 Millionen Menschen offiziell arbeitslos gemeldet. Das seien 162 000 weniger als im Vormonat und 178 000 weniger als im April 2009. Die Arbeitslosenquote habe sich damit im Vergleich zum Vormonat von 8,5 auf 8,1 Prozent verringert.

Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich erfreut über die Frühjahrsbelebung. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (beide CDU) bezeichnete den Arbeitsmarkt als «Fels in der Brandung».

BA-Chef Frank-Jürgen Weise sprach von einem «unerwartet kräftigen Frühjahrsaufschwung». Die Zahlen ließen auf eine konjunkturbedingte Verbesserung am Arbeitsmarkt schließen. Insgesamt seien die Auswirkungen der Krise weiterhin moderat, vor allem, weil Kurzarbeit und andere betrieblichen Vereinbarungen den Arbeitsmarkt entlastet hätten.

Zugleich warnte Weise aber vor zu viel Euphorie. Nicht abzuschätzen sei die weitere konjunkturelle Entwicklung, auch mit Blick auf die Finanzkrise Griechenlands und deren mögliche Auswirkungen im Euro-Raum. Vor diesem Hintergrund bleibe die wirtschaftliche Situation «mindestens unsicher», warnte der BA-Chef.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Februar bezifferte die BA mit 27,23 Millionen Menschen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren dies 74 000 Menschen weniger. Während die Zahl der Arbeitnehmer mit Vollzeitjobs deutlich stärker zurückgegangen ist, legten die Arbeitsplätze in Teilzeit in diesem Zeitraum zu und federten so den Rückgang ab. In der Zeitarbeit, die aufgrund der flexiblen Inanspruchnahme durch Unternehmen als Frühindikator gilt, diagnostizierte Weise einen «ständigen Aufbau seit Juli 2009».

Bei der Kurzarbeit registrierte die BA einen kontinuierlichen Rückgang der Anzeigen auf zuletzt 40 000 im April. Im vergangenen Jahr seien es noch über 100 000 Anzeigen gewesen, sagte BA-Vorstand Raimund Becker. Der «Indikator steht auf Beruhigung». Derzeit werde «nur noch in jeder siebten Agentur» mit einem Plus bei der Kurzarbeit in der jeweiligen Region gerechnet.

Laut Merkel zeigten die neuen Zahlen, dass sich die «Erholung» nicht nur beim Wirtschaftswachstum niederschlage, sondern auch «spürbar für die Menschen» sei. Sie sei «sehr erfreut», dass sich die Kurzarbeit bewährt habe.

Von der Leyen verwies darauf, dass Arbeitslosigkeit deutlicher gesunken sei, als das für April üblicherweise zu erwarten war. Positiv sei auch die erneut gewachsene Nachfrage nach Arbeitskräften. «Wir kommen an dieser Stelle langsam aus dem krisenbedingten Tief heraus», sagte sie. Allerdings stünde der Arbeitsmarkt ohne die Entlastung durch die Kurzarbeit auch in der Aprilbilanz nicht so gut da.

DGB-Vorstandsmitglied Claus Matecki bezeichnet die Frühjahrsbelebung ebenfalls als erfreulich. Allerdings seien die Risiken eines konjunkturellen Rückschlags weiterhin hoch. Das schwache Wachstum stütze sich ausschließlich auf den Export und die Konjunkturhilfen.

(Redaktion)


 


 

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