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Ausschreibungsverfahren

Ausschreibungen: Neue ökologische Verwaltungsvorschrift

Neue Verwaltungsvorschrift in Berlin stellt bei Ausschreibungen ökologische Kriterien auf. Firmen sollen sich an Umweltstandards halten. Firmen kritisieren umständliche Verfahren. Berlin soll damit grüner werden.

Seit Anfang November gibt es in Berlin eine neue Verwaltungsvorschrift. Die "Beschaffung und Umwelt" (VwVBU) soll bei Ausschreibungen zukünftig ökologische Kriterien berücksichtigen. Bei Liefer-, Bau- und Dienstleistungsaufträgen soll sie angewendet werden. Ab einem Auftragswert von 10.000 Euro ist sie bereits gültig.

Nach den neuen ökologischen Kriterien sind umweltschädliche Produkte und Dienstleistungen ebenso verboten, wie chlorhaltige Reiniger und Strom aus atomarer Erzeugung. Auch die Verwendung bestimmter Baustoffe, die technische Ausstattung sowie der Energie- und Waserverbrauch werden streng geprüft. Die Angemessenheit des Beschaffungsbedarfs soll demnächst genau dokumentiert und geprüft werden. Auch im Vorfeld sollen die Umweltauswirkungen bei Aufträgen der öffentlichen Hand berücksichtigt werden.

Die 120 Seiten starke Verwaltungsvorschrift soll am 1. Januar 2013 in Kraft treten. Demnach müssen Bieter sich entweder durch Umweltzeichen ausweisen oder einen Umweltnachweis der entsprechenden Hersteller erbringen.

Viele Firmen kritisieren schon seit Jahren, dass die Ausschreibungsverfahren der öffentlichen Hand häufig unnötig kompliziert und umständlich sind. Die öffentliche Verwaltung in Berlin hat sich zum Ziel gesetzt, mit ihren neuen Vorschriften, rund 800.000 Tonnen CO 2 pro Jahr einzusparen und 80 Prozent des Stromverbrauchs zu reduzieren.

(MV)


 


 

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