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Coaching-Kommunikation, Nancy Franke

Authentische Kommunikation

Menschliche Gesellschaften sind soziale Systeme, Kommunikation ist die Voraussetzung für ihr Bestehen. Als soziale Wesen sind wir darauf angewiesen, dass Kommunikation gelingt. Missverständnisse belasten uns, rauben uns Energie und bringen uns aus dem Gleichgewicht. Häufen sich diese, können sie uns sogar auf Dauer krank machen.

Das Wort Kommunikation ist lateinischen Ursprungs (communicare) und bedeutet „teilen, mitteilen, teilnehmen lassen, gemeinsam machen, vereinigen“.
Eine allgemein gültige Definition gibt es nicht. Es wird in vielen verschiedenen Bereichen, wie der Psychologie, der Kybernetik, der Quantenphysik, der Biologie etc. pp. in unterschiedlicher Interpretation benutzt.

Vielleicht kann man sagen, Kommunikation ist Systemen immanent und führt dort zu Veränderungen. Ihr Ziel ist Verständigung.

Was aber ist nun Kommunikation.
Wir können sie unterteilen in nonverbale Kommunikation:
Alles, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen können. Dazu gehören alle akustischen (Hören), kinästhetischen (Fühlen), olfaktorischen (Riechen), visuellen (Sehen) und gustatorischen (Schmecken) Empfindungen sowie
verbale Kommunikation: die Sprache, die eng mit der paraverbalen Kommunikation verknüpft ist (Stimmfärbung, Tonhöhe, Intonation usw.).

Während die nonverbale Kommunikation zum Großteil unbewusst statt findet, sind wir uns der verbalen Kommunkation zum großen Teil bewusst. Mitunter besteht jedoch zwischen dem, was gesagt wird und dem, was ankommt ein himmelweiter Unterschied. Wir sprechen scheinbar nicht dieselbe Sprache – oder etwa doch?
Sagen wir etwas anderes, als wir mit unserem Körper ausdrücken?
In der hochtechnisierten, menschlichen Gesellschaft ist der Fokus oft auf die willkürliche, verbale Kommunikation gerichtet, ja, beschränkt. Es kommt zum sogenannten Double-bind-Effekt, wo bewusste Kommunikation und unbewusste Motivation einander widersprechen. Wir sagen aus den unterschiedlichsten Gründen Dinge, von denen wir innerlich nicht überzeugt sind. Da die prozentuale Verteilung von verbaler und nonverbaler Kommunikation grob geschätzt ca. 25 : 75 ausmacht, stehen wir vor dem Dilemma unsere Wahrnehmung zu verleugnen, unserem „Bauchgefühl“ nicht zu trauen. Wenn wir 75% unserer Wahrnehmung verleugnen, bleibt das nicht ohne Folgen. Nicht von ungefähr nehmen psychosomatische Erkrankungen immer mehr zu.

Wenn Kommunikation krank machen kann, kann sie aber auch heilen.
Gesund durch Kommunikation?

Ja, denn Kommunikation beginnt bei uns selbst. Jede einzelne Zelle unseres Körpers steht im Kontakt mit anderen, sonst würde das „System Mensch“ nicht funktionieren. Die Art und Qualität des Kontaktes, der Kommunikation mit uns selbst hat erheblichen Einfluß auf unser Immunsystem und damit auf unsere innere Balance.
Wer kennt ihn nicht, den Typen im Ohr oder wo auch immer, der einen so richtig fertig machen kann. Der einem permanent erzählt, was man alles sollte, müsste, könnte ... Wie man zu sein hat.  Aber wer bitte ist man?

Ist nicht jeder einzigartig, einmalig? Nimmt nicht jeder die Welt auf seine ganz eigene Weise wahr?
Was passiert, wenn Sie „man“ durch „ich“ ersetzen und „könnte, sollte, müsste“ durch „will“?
Erst einmal nur in Ihren Gedanken, in Ihrer ganz persönlichen Kommunikation mit sich selbst.
Was soll das ändern, werden Sie sich vielleicht fragen.
Die Antwort ist einfach: Benutze ich das unbestimmte, nach außen gerichtete Wörtchen „man“, gebe ich die Macht über mich an ein imaginäres, äußeres Wesen ab.
Benutze ich statt dessen das Wörtchen ich, verbunden mit meinem Willen, übernehme ich das Kommando in meiner inneren Schaltzentrale.
Probieren Sie es aus, es ist Ihre ganz persönliche Antwort.

(Nancy Franke)


 


 

Nancy Franke
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1 Kommentar

von Anonym
31.10.08 23:47 Uhr
ein spannender Ansatz

Hier sieht man mal wieder, dass Kommunikation mehr ist, als miteinander reden.

 

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