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  • 03.07.2017, 11:24 Uhr
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BANKEN & FINANZEN

DRV-Präsident Manfred Nüssel verabschiedet: Bundeskanzlerin unterstreicht die Erfolgsstory der Genossenschaften

Die genossenschaftliche Idee überzeugt nicht nur hierzulande, sondern auch weltweit", betonte Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel bei der Verabschiedung von Manfred Nüssel, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes.

Sie verwies dabei auf die rund 800 Millionen Genossenschaftsmitglieder in über 100 Ländern. Die Genossenschaftsidee, so die Bundeskanzlerin, überzeugte auch die UNESCO, die sie Ende vergangenen Jahres in die Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufnahm. An diesem Erfolg hätten auch die Genossenschaften des Deutschen Raiffeisenverbands großen Anteil. Sie setzen auf vertrauensvolle Zusammenarbeit und Offenheit für Neues. "Lieber Herr Nüssel, das liegt nicht zuletzt daran, dass Sie sich in der Agrarwirtschaft dafür stark gemacht haben, über nationale Grenzen hinaus zu denken. Mit Ihnen haben die Raiffeisen-Genossenschaften den Export verstärkt ins Blickfeld genommen. Das ging mit einem Konzentrationsprozess und Strukturwandel einher, der gewiss nicht einfach war. Aber so konnten die genossenschaftlichen Unternehmen den Anforderungen des Weltmarkts gerecht werden", so die Bundeskanzlerin vor 250 Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und der Genossenschafts-Organisation.

"Auf globaler Ebene müssen wir uns fragen, wie auch die weiter rasant wachsende Weltbevölkerung ernährt werden kann. Der Schlüssel liegt in offenen Märkten, im Abbau von Handelshemmnissen und in der Forschung bzw. innovativen Technik. Für uns Europäer bietet der Binnenmarkt hervorragende Bedingungen für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung. Im Konzert der globalen Marktkräfte müssen wir zusammenspielen - nicht nur um in der Welt hörbar, sondern auch möglichst besser als andere zu sein", betonte die Bundeskanzlerin.

Präsident Nüssel dankte der Bundeskanzlerin für die Wertschätzung und anerkennenden Worte. " Die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft hat sich während Ihrer Kanzlerschaft erfolgreich weiterentwickelt und vor allem wettbewerbsfähig aufstellen können. Gleichwohl stehen wir heute, wie Sie bereits ausführten, vor großen globalen Herausforderungen. Unsere genossenschaftlichen Unternehmen sind bereit, einen Beitrag zu leisten, um den Hunger in der Welt zu besiegen. Ernährungssicherung und Klimaschutz setzen aber eine innovative Wirtschaft, verbunden mit Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Investitionsbereitschaft voraus. Innovationen und technischer Fortschritt müssen daher ideologiefrei genutzt werden. Diese globalen Herausforderungen sind nur mit offenen Märkten und freiem Handel zu bewältigen. Die Agrar- und Ernährungswirtschaft ist also nicht Teil des Problems, sondern wichtiger Teil der Lösung globaler Überlebensfragen. Und ein wichtiger Teil dieser Branche sind die Genossenschaften", betonte der Raiffeisen-Präsident, dessen fast 18-jährige Amtszeit am 30. Juni 2017 endet.

Über den DRV:  Der DR, mit Sitz in Berlin, vertritt die Interessen der genossenschaftlich orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Als wichtiges Glied der Wertschöpfungskette Lebensmittel erzielen die 2.186 DRV-Mitgliedsunternehmen im Handel und in der Verarbeitung von pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen mit rund 82.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 60,1 Mrd. Euro. Landwirte, Gärtner und Winzer sind die Mitglieder und damit Eigentümer der Genossenschaften. Mehr Informationen zum DRV : http://www.raiffeisen.de/

(Redaktion)


 

 

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