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Barex Jahresendempfang

Integration: „Es geht um Menschen“

Dass Menschen mit Migrationshintergrund nicht immer nur mit Problemen, sondern viel eher mit Chancen und Herausforderungen zu assoziieren sind, darüber ist man sich am 19. November 2012 auf dem Jahresendempfang des Barex e.V. einig. Der Verein engagiert sich seit langem für die Stärkung von türkischen Unternehmen und Existenzgründern in der Region Berlin-Brandenburg.

Wie bedeutend und wichtig die wirtschaftliche Leistung türkischer Unternehmen insbesondere in der Metropolregion Berlin ist, das ist Reinhard Naumann, Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf, mehr als bewusst. Leider werden Unternehmen unter türkischer Geschäftsführung „in der Öffentlichkeit nicht ausreichend genug wahrgenommen und unterschätzt in ihrer Bedeutung für die wirtschaftliche Prosperität Berlins“, beklagt Naumann.

Trotz der bekanntermaßen hohen Abbrecherquoten von Schülern mit Migrationshintergrund betont Naumann die positive Entwicklung in der Integration. „Die heutige Preisverleihung ist ein Beispiel dafür, dass junge Berliner türkischen Ursprungs mit persönlichem Ehrgeiz, Leistungsbereitschaft und Kreativität ihren Weg gehen. Und ich wünschte mir, dass die Berliner Öffentlichkeit davon in Zukunft mehr Notiz nimmt, im Sinne von Respekt und Wertschätzung.“

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Mehr Akzeptanz und Anerkennung türkischer Unternehmer in der Öffentlichkeit wünscht sich auch Emrullah Demir, Preisträger der Auszeichnung als erfolgreicher Jungunternehmer des Jahres 2012. Seiner Erfahrung nach sei es oft so, dass Geschäftsführer mit Migrationshintergrund aus taktischen Gründen ihren deutschen Projektleiter einsetzen, wenn es um Vertragsabschlüsse und neue Aufträge gehe.

Den Schlüssel des Erfolgs der über 6000 türkischen Unternehmen in Berlin sehen Emrullah Demir und sein Laudator Reinhard Naumann ganz klar in der Bildung. Man könne alles erreichen, betont Demir in seiner Dankesrede. Zwar gebe es viele Hürden und Schwierigkeiten, jedoch könne man mit dem nötigen Ehrgeiz und dem Willen zu lernen, dem Streben nach Bildung, vieles erreichen, erklärt der junge Geschäftsführer der ED-Energy Germany GmbH.

Neben dem Schlagwort „Energiewende“ sieht Jungunternehmer Demir den Begriff „Integration“ als eines der Worte an, die in den vergangenen Jahren in der Öffentlichkeit am stärksten diskutiert wurden. Carola Schneider, Vorstandsvorsitzende des Friedrichshain-Kreuzberger Unternehmervereins, denkt beim Thema Integration nicht an die Probleme, die damit so häufig in Verbindung gebracht werden. Vielmehr seien es die Möglichkeiten und ganz einfach die Menschen, die sie in Bezug auf die Begriffe Migration und Integration sieht. Das Wort „Probleme“ sollte unter dieser Betrachtung am besten aus dem deutschen Wortschatz verschwinden. „Es geht um Menschen.“

(Norman Schönfeld)


 


 

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