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Berliner Bildungspolitik

Berlin stockt bei der Bezahlung und Ausbildung von Jung-Lehrkräften auf

Der Senat stellt die Weichen für höhere Gehälter der angestellten Lehrer, für mehr Referendarsplätze und für mehr Studienplätze für Lehramtsstudenten/innen.

Mit dem Maßnahmenbündel:

  • 1.200 € brutto mehr für angestellte Lehrkräfte,
  • 300 zusätzlichen Referendarsplätzen und
  • 600 zusätzliche Studienplätze für Lehramtsstudenten/innen

geht der Senat in die Offensive, um mehr und um die besten Lehrkräfte für Berlin zu gewinnen und an Berlin zu binden. Die jährlichen Mehrkosten betragen fast 24 Millionen Euro für die Lehrergehälter allein im Jahr 2010 sowie weitere 4,2 Millionen Euro für die Lehrerausbildung (mehr Studienplätze und mehr Referendare) – insgesamt also knapp 30 Millionen Euro im Jahr 2010.

Erste Maßnahme: Lehrergehälter. Das Land Berlin wird seinen angestellten Lehrerinnen und Lehrern einen weiteren deutlichen Zuschlag zu ihrem bisherigen Gehalt zahlen. Die Gehaltserhöhung gilt ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens sowohl für die bislang angestellten Lehrkräfte als auch für jede Neueinstellung. Damit verdienen neu angestellte Lehrkräfte ab Herbst 2009 dann brutto rund 3.846 Euro monatlich.

Möglich wird die Erhöhung durch eine Klausel im Tarifrecht, die eine „endgültige übertarifliche Eingruppierung“ in der höchsten Erfahrungsstufe (5) ermöglicht. Die Anhebung dorthin erfolgt nun in zwei Schritten. Zunächst werden die Bruttogehälter zum 1. Februar 2009 um knapp 500 Euro angehoben (auf Erfahrungsstufe 3), dann folgt zum 1. August 2009 die Anhebung auf Erfahrungsstufe 5 (brutto 3846 Euro monatlich, das ist rund 40 Prozent mehr als nach der bisher zunächst geltenden Erfahrungsstufe 1). Weil die Aufstockung auch auf die schon beschäftigten Junglehrer übertragen wird, werden alle angestellten Lehrkräfte mit Wirkung vom 1.8.2009 mit Erfahrungsstufe 5 vergütet werden.

Damit wird die Lücke zu verbeamteten Lehrkräften auch anderer Bundesländer weitgehend geschlossen, so dass Berlin mit seinen geringeren Mieten und Lebenshaltungskosten nun auch finanziell voll konkurrenzfähig ist.

Zweite Maßnahme: Auch die Zahl der Ausbildungsplätze im Vorbereitungsdienst wird ausgeweitet: Es werden zusätzlich 300 Referendariatsplätze eingerichtet, so dass nunmehr 2.200 Plätze für angehende Lehrkräfte zur Verfügung stehen. Im Vergleich dazu: Noch im Jahre 2006 betrug die Zahl der Referendariatsplätze lediglich 1.500. Mit der nunmehr erheblich erhöhten Ausbildungskapazität auf 2.200 Plätze können nicht nur Wartelisten umgehend abgebaut, sondern wird auch künftigen Lehrkräften ein Abschluss ihrer Ausbildung ohne Verzögerung ermöglicht werden.

Dritte Maßnahme: Die universitären Kapazitäten im Lehramtsstudium werden so erhöht, dass die Zahl der jährlichen Absolventen des Lehramtsstudiums von 850 um 150 auf 1.000 Absolventen jedes Jahrgangs gesteigert werden kann. Das bedeutet über einen Studienzeitraum von vier Jahren 600 zusätzliche Studierende. Dabei erfolgt eine Steigerung der Plätze bevorzugt in den Fächern Sonderpädagogik, Englisch, Latein, Chemie, Physik und Musik.

Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner (SPD): „Der Senat stellt mit dieser Offensive die Konkurrenzfähigkeit der Hauptstadt in Bezug auf junge Lehrkräfte sicher. Wir wollen, dass die besten Lehrerinnen und Lehrer nach Berlin kommen und in Berlin bleiben. Das ist uns fast 30 Mio. € jährlich zusätzlich wert.“

(Redaktion)


 


 

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