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Innovationstag

Fast 200 ZIM-Millionen für Berlin-Brandenburger Industrieforschung

Industrieforscher aus Berlin und Brandenburg sind mit einem Großaufgebot an Neuentwicklungen auf dem Innovationstag Mittelstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWI) am 30. Juni in Pankow vertreten.

Auf der wichtigsten bundesdeutschen Leistungsschau forschender kleiner und mittelständischer Unternehmen zeigen mehr als zwei Dutzend Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Region hoch innovative, über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) geförderte Neuentwicklungen. Insgesamt sind rund 200 Highlights der bundesdeutschen Industrieforschung auf der alljährlich stattfindenden, branchenübergreifenden Freiluft-Präsentation auf dem Gelände der AiF Projekt GmbH in Berlin-Pankow zu sehen.

Die Berliner Unternehmen AUCOTEAM GmbH und ESYS GmbH präsentieren gemeinsam mit ihren Forschungspartnern, der Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e. V. und der Hochschule Magdeburg-Stendal, ein intelligentes Sensorsystem für das kontinuierliche Monitoring von Brücken, das eine lückenlose Prüfung erheblich erleichtert. Immerhin gibt es in Deutschland rund 120.000 Straßenbrücken – ihre ständige Überwachung ist aus Sicherheitsgründen ein Muss. Die Innovation erfasst und analysiert Brückenschwingungen mit z. T. energieautarken Sensoren, die über Funk mit Zwischenstationen kommunizieren . Die Parameter liefern wichtige Informationen zur Analyse und Klassifikation des jeweiligen Brückenzustandes.

Ein ungewöhnliches Recyclingverfahren stellt die B&B Feuerlöscher-Verwertungs- u. Entsorgungs GmbH aus Pinnow/Uckermark gemeinsam mit dem Institut für Agrar- und Stadtökologische Projekte der Humboldt-Universität, Berlin, vor: Ihre innovative Verfahrenstechnologie bereitet das Pulver ausgemusterter ABC-Feuerlöscher zu wertvollem Pflanzendünger für Haus und Garten auf. In der Löschsubstanz gebundene nährstoffhaltige Partikel werden dabei in eine flüssige Form überführt.

Mit bisher rund 1.450 (Stand Anfang März) geförderten Projekten steht die Hauptstadtregion auf der ZIM-Länderliste ganz weit oben. Seit Sommer 2008, dem Start des ZIM-Programms erhielten Unternehmen und Forschungseinrichtungen an Spree, Oder und Havel annähernd 200. Mio. €- Das ZIM-Programm des BMWi ist ein in Europa einzigartiges Förderinstrument für mittelständische Kooperationsforschung (KOOP), einzelbetriebliche Projekte (SOLO) und Unternehmensnetzwerke (NEMO). Inzwischen zeugen weit über 18.000 Anträge von der außerordentlich starken Nachfrage im gesamten Bundesgebiet.

Im Vorjahr wurden rund 6.500 Innovationsprojekte mit 800 Mio. € bewilligten Fördermitteln für neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen angeschoben. Allein das von der AiF Projekt GmbH als Projektträger von ZIM-KOOP verantwortete Modul brachte es dabei auf 4.300 Vorhaben. Diese Dynamik soll mit der Technologieoffensive fortgeschrieben werden. Erklärtes Ziel des BMWI ist es, bis 2013 den Technologiehaushalt von zuletzt 2,3 auf 2,8 Mrd. € zu erhöhen – eine Verdopplung binnen zehn Jahren. In diesem Rahmen soll auch die Mittelausstattung von ZIM von 313 Mio. € im Jahr 2010 auf geplant 528 Mio. € steigen.

(Redaktion)


 


 

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