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Interview mit Michael Kaufmann

Berliner Business-Events - Netzwerken mit Xing

Das neue Lieblingsspielzeug der deutschen Manager heißt Xing, ein Social-Network mit mehr als zwei Millionen Mitgliedern. Michael Kaufmann, stolzer Vater eines 14 Monate alten Sohnes, war einer der ersten, der über die Plattform zu seinen Business-Events eingeladen hat, und zwar schon als es in dieser Form noch gar nicht bei Xing vorgesehen war. Berlin.Business-on.de sprach mit ihm über Möglichkeiten und richtiges Netzwerken auf der Plattform.

Berlin.Business-on.de: Herr Michael Kaufmann , Sie sind schon seit März 2004 registriert, wie sind Sie damals zu Xing gekommen?

Michael Kaufmann: Ja, richtig. Ich bin über einen Bekannten zu Xing gekommen, der sehr viel im Internet aktiv ist. Der hat damals das Portal entdeckt und mich auch sozusagen eingeführt. Wir beide sind damals eher nach dem Motto „Na, gucken wir mal“ an die Plattform herangetreten.

Berlin.Business-on.de: Und wie war Ihr erster Eindruck?

Michael Kaufmann: Ich fand es damals schon nicht schlecht. Es waren sehr hochkarätige Leute angemeldet. Und im Verlauf der letzten Jahre habe ich selber an die 200 Leute ins Netzwerk reingebracht. Xing ist damals unter dem Namen OpenBC gegründet worden und war nur auf Deutschland bezogen. Dann hat sich das Netzwerk aber relativ schnell potenziert.

Berlin.Business-on.de: Wenn Sie ein Bekannter fragt, welchen Nutzen oder welche Möglichkeiten Ihnen Xing bietet, was würden Sie antworten?

Michael Kaufmann: Man kann sehr gut und ganz gezielt nach Firmen und Personen suchen, oder eben auch nach dem, was Leute anbieten oder suchen. Ein Beispiel: Jemand aus der Hotelbranche sucht Partner für Kooperationen. Mit Xing kann man bis auf die Postleitzahl genau herausfinden, wer in der Region Kooperationen anbietet. Oder ich suche bei der Firma BMW jemanden, der fürs Marketing zuständig ist. Und über diesen Kontakt kann ich an weitere Personen in der Firma herankommen. Ich kann also über das Portal relativ schnell Leute ausfindig machen, die mich beruflich interessieren. Und das ist ja auch der Sinn von diesem Netzwerk.

Berlin.Business-on.de: Nutzen Sie noch weitere Social-Network-Plattformen?

Michael Kaufmann: Ich bin noch bei Bizzlounge, aber da bin ich kaum aktiv. Es gab schnell sehr viele Nachahmer von Xing, aber die sind nicht so gut ausgebaut wie Xing.

Berlin.Business-on.de: Kennen Sie LinkedIn?

Michael Kaufmann: Bei LinkedIn bin ich auch dabei, aber das ist hauptsächlich für den amerikanischen Markt. Wer im deutschsprachigen Raum aktiv ist, ist das bei Xing.

Berlin.Business-on.de: Wie wichtig ist ein gutes Qualitätsmanagement bei den Kontakten, die man bei Xing sammelt?

Michael Kaufmann: Es gibt ja diese Kontaktsammler, aber wen man sich die Kontakte anguckt, dann sind da von der Sekretärin über den Verkäufer alle möglichen Leute drin – die Qualität der Kontakte wird verwässert. Bei mir persönlich habe ich angefangen auszusortieren, also ich nehme auch Leute wieder raus. Ich schaue natürlich, wer neu reinkommt und wer interessant sein könnte, aber in Maßen.

Berlin.Business-on.de: Sie sind auch Gruppenmoderator. Welchen Nutzen gibt Ihnen eine Gruppe bei Xing?

Michael Kaufmann: Ja, ich habe selber zwei, drei Gruppen, aber die sind themenbezogen. Für Veranstaltungen in Berlin haben wir „die Kinonächte“ und die „Berliner Business Media Night, die sich ausschließlich mit dem Thema Kino und Business Treffen beschäftigen. Die andere Gruppe „Luxus und Lifestyle“ hat 80 Mitglieder und da kommen auch nur maximal 100 rein. Wir wollen keine Massenveranstaltungen mit 500 Leuten machen. Wir laden zwar sehr viele ein, begrenzen die Anzahl dann aber auf 200-300 Teilnehmer und im Endeffekt kommen dann max. 150 Leute. Alles andere ist kein Netzwerktreffen mehr, sondern Party. Als Gastgeber kann ich mich mehr um die einzelnen Leute kümmern. Meine Business-Treffen sind keine Verkaufsveranstaltungen, was man leider mittlerweile bei vielen Gruppen hat. So etwas schließen wir bei uns aus.

Berlin.Business-on.de: So eine Art Tupperparty sucht man folglich vergebens auf Ihren Veranstaltungen?

Michael Kaufmann: Der Geschäftsmann der nach seinem Zehn- oder Zwölf-Stundentag aus dem Büro kommt, hat keine Lust, sich vom x-ten Vertreter oder Verkäufer bequatschen zu lassen. Der möchte sich in einer gediegenen Atmosphäre treffen und dabei auch ein wenig Kultur haben. Wenn ich einlade, dann nur an exklusive und ausgewählte Orte. Wir machen gerne Events in alten Villen im Grunewald mit kleinen Jazz-Konzerten. Oder wie jetzt im Einstein. Die haben eine Bar im ersten Stock, die war 30 Jahre zu und wir sind die ersten, die wieder etwas darin veranstalten.

Berlin.Business-on.de: Welche Rolle spielt Xing, wenn Sie ein Business-Event promoten?

Michael Kaufmann:
Über Xing ist das sehr einfach zu handhaben. Ich versende aber auch E-Mails über einen separaten Verteiler, da man so die Möglichkeit hat, die E-Mail entsprechend zu gestalten – was in der Form bei Xing derzeit noch nicht möglich ist. Beim Portal kann man jedoch die Einladungsfunktion sehr gut nutzen, vor allem weil es als Veranstalter möglich ist, sich die Gästeliste runterzuladen. Das ist übrigens eine Funktion die ich vor vier Jahren angeregt habe.

Herr Michael Kaufmann, Berlin.Business-on.de dankt Ihnen für dieses Interview.

(Redaktion)


 


 

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