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BER kämpft mit „grauenhaften“ Problemen und Tegel platzt aus allen Nähten

Die neuerliche Verschiebung der BER-Eröffnung ruft an vielen Stellen Unmut hervor. Einige Händler am Flughafen Tegel dagegen haben ein Grund zur Freude. Weniger Freude dürfte sich in Zukunft bei den Passagieren in Tegel breitmachen. TXL platzt aus allen Nähten.

Die Meldungen überschlagen sich förmlich. Die BER-Probleme seien gerade zu „grauenhaft“, meint BER-Technik-Chef Horst Amann. Die Brandschutzanlage will einfach nicht einwandfrei funktionieren. Klaus Wowereit tritt von seinem Posten als Aufsichtsratsvorsitzender zurück. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck übernimmt für ihn. Und der Eröffnungstermin am 27. Oktober diesen Jahres ist nicht mehr zu halten.

Die erneute Verschiebung der BER-Eröffnung ruft jedoch nicht nur Frust und Unmut hervor. Am Flughafen Tegel profitieren beispielsweise Händler und Händlerinnen vom verschobenen Großflughafenstart. Eine von ihnen ist die 47-jährige Verkäuferin von Koffern und Handtaschen, Sabine Schäfer. Wenn das so weiter ginge, würde die Händlerin noch zusammen mit dem Lilienthal-Flughafen in Rente gehen, witzelt Sabine Schäfer. Schon seit der Eröffnung des Taschen-Ladens im Jahr 2007 arbeitet sie in Tegel. Am BER habe der Betreiber nun jedoch kein neues Geschäft mehr bekommen.

Tegel an der Kapazitätsgrenze

Der Flughafen Tegel gerät unterdessen immer stärker an seine Kapazitätsgrenzen. Nach Sabine Schäfer seien diese Grenzen sogar schon längst überschritten. Als der markante sechseckige Terminal 1974 eröffnete, war er für nur 2,5 Millionen Fluggäste jährlich konzipiert worden. Im Jahr 2012 wurden in Tegel knapp 18 Millionen Passagiere abgefertigt. Über die Jahre hinweg wurden drei weitere provisorische Terminals angebaut. Trotzdem werden die Kapazitäten immer knapper.

Angesichts solcher Fluggastzahlen verlegen wohl auch zahlreiche Airlines ihre Berlin-Flüge nach Tegel. So zum Beispiel die Lufthansa-Tochter Germanwings. Die Airlines buchen am Flughafen TXL zusätzliche Slots als Start- und Landezeiten, die teilweise auch schon bewilligt worden. In Tegel wird somit künftig auch wieder deutlich häufiger in den Randzeiten geflogen.

(Norman Schönfeld)


 


 

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