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BDU/IHK-Innovationsstudie Berlin 2009

Berliner Unternehmen setzen in Krise auf Innovationen

Die Berliner Wirtschaft setzt in der gegenwärtigen Wirtschafts- und Finanzkrise verstärkt auf Innovationen. Damit verbessern die Unternehmen ihre Chancen am Markt und tragen zugleich zur Stärkung des Standortes bei. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie der IHK Berlin und des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater BDU e.V., die heute in der Hauptstadt vorgestellt wurde.

Danach werden 37 Prozent der befragten Berliner Firmen als innovativ eingestuft. In einer vergleichbaren BDU-Studie für Baden-Württemberg lag der Wert bei 21 Prozent. An der im ersten Halbjahr 2009 durchgeführten Befragung nahmen 240 Berliner Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes und produktionsnahe Dienstleister teil.

"Dank innovativer Produkte kann ein Großteil der Berliner Wirtschaft auch in der gegenwärtigen Krise im Wettbewerb bestehen", betonte IHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer. Achillesferse des Standortes seien vor allem die "nicht innovativen" Unternehmen. So habe die Studie ergeben, dass 23 Prozent der befragten Unternehmen als "wenig innovativ" und rund 40 Prozent der Firmen sogar als "nicht innovativ" gelten müssten. Schweitzer: "Wer in die zweite und erste Liga aufsteigen will, muss seinen Blickwinkel erweitern und Innovationen im eigenen Unternehmen mit Nachdruck vorantreiben. Dazu brauchen die Unternehmen einen fördernden Rahmen, der über politische Ressortgrenzen hinweg Wissenschafts-, Wirtschafts- und Innovationspolitik miteinander verzahnt." Bereits vorhandene Ansätze in der Förderpolitik des Landes müssten verstärkt werden.

BDU-Präsident Antonio Schnieder forderte, Innovationen als Daueraufgabe zu betrachten und ein entsprechend gezieltes Innovationsmanagement einzuführen. Dazu müssten alle Ebenen des Unternehmens sowie Kunden, Zulieferer und Wissenschaftseinrichtungen mit ihren Innovationspotenzialen in die Prozesse einbezogen werden. Nur so werde es gelingen, Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen. Innovationen müssten ein Teil der Strategie sein, "die mit festgelegten Meilensteinen in den dafür notwendigen Projekten verfolgt werden". Dazu könne aber auch gehören, erfolgskritische Projekte konsequent abzubrechen.

Deutliche Unterschiede bei der Innovationsbereitschaft gibt es in einzelnen Branchen der Hauptstadt. Am besten aufgestellt sind Unternehmen der Medizintechnik/Biotechnologie (47 % innovativ, 32 % wenig innovativ) sowie der Elektrotechnik (51 % innovativ, 14 % wenig innovativ).

(Redaktion)


 


 

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