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Berliner Wirtschafts- und Arbeitsmarktbericht 2008/2009: Nach gutem 2008 sinkt Wirtschaftskraft 2009

Noch im Jahr 2008 war die Berliner Wirtschaft trotz einsetzender Konjunkturkrise das vierte Jahr in Folge gewachsen. Das reale Bruttoinlandsprodukt stieg um 1,6% gegenüber deutschlandweit 1,3%. Im Jahr 2009 wird die Wirtschaftsleistung spürbar sinken.

Wirtschaftssenator Harald Wolf bestätigte, dass sich Berlin der internationalen Konjunktur- und Finanzkrise nicht entziehen könne. „In besonders betroffenen Industriebranchen wie dem Metall und Fahrzeugbau sinken die Umsätze zweistellig. Die Wirtschaftsleistung könnte deshalb im Jahr 2009 in Berlin um bis zu 4 Prozent abnehmen, während der Bund ein Minus von 6% erwartet.“, so Wolf.

Der Abschwung wird den Aufwärtstrend auf dem Arbeitsmarkt seit 2004 bremsen. Im Jahr 2008 war die Erwerbstätigenzahl noch um mehr als 34.000 bzw. 2,1 % auf knapp 1,64 Mio. gestiegen. Bundesweit hatte es nur ein Plus von 1,4 % gegeben. Durch den Beschäftigungsanstieg, der vor allem auf einem Zuwachs der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse basierte, ist die Arbeitslosenquote in der Hauptstadt zwischen 2007 und 2008 von 15,5 % auf 13,9 % gesunken. Senator Wolf verweist aber auch auf die problematische Zunahme von prekärer Beschäftigung, etwa die in den letzten Jahren gewachsene Zahl an Minijobs und die Leiharbeit, für die der Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ in Zukunft unbedingt eingehalten werden müsse.

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitslosen lag in Berlin auch im Jahr 2008 auf einem sehr hohen Niveau (rd. 234.000 Arbeitslose); im Vergleich zum Jahr 2007 (rd. 261.000 Arbeitslose) war die Arbeitslosenzahl aber deutlich rückläufig. Angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung ist 2009 eher mit einer Zunahme von Arbeitslosigkeit zu rechnen.

Insbesondere gering qualifizierte Arbeitsuchende haben es bei schlechter Wirtschaftslage schwer, ihren Arbeitsplatz zu halten bzw. einen zu finden. Im Juni 2009 verfügten rund 50 Prozent der Arbeitslosen in Berlin nicht über eine abgeschlossene Berufsausbildung. Knake-Werner betont vor diesem Hintergrund, dass das Land Berlin deshalb auch weiterhin Schwerpunkte im Bereich der Aus- und Weiterbildung setze und zusätzlich weiter in Beschäftigung schaffende Maßnahmen für Langzeitarbeitslose investieren werde.

(Redaktion)


 


 

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