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  • 08.06.2018, 10:23 Uhr
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  • Berlin
BIZTTIPP / RECHT

Betrug durch Krankenkassen: 4 Tipps, wie sich Patienten schützen

Betrug durch Krankenkassen kommen häufiger vor als gedacht. So können falsche Einträge in der Patientenakte für Versicherungsnehmer böse Folgen haben. Das Maklerbüro transparent-beraten.de gibt Tipps, wie sich Patienten vor solchen Vorfällen schützen können.

Wenn die gesetzlichen Krankenkassen die Patientenakten ihrer Kunden fälschen, kann dies dazu führen, dass bei bestehenden Versicherungen der Versicherungsschutz gefährdet ist. Wer eine neue Versicherung abschließen möchte, muss sogar damit rechnen, dass die Versicherung eine Absicherung verweigert.

●      Falsche Einträge in der Patientenakte können für Versicherungsnehmer böse Folgen haben, zum Beispiel bei der Berufsunfähigkeitsversicherung oder der Lebensversicherung.

●      Wie Patienten sicherstellen, dass der Versicherungsschutz bestehen bleibt, erklärt Versicherungsexperte Alexander Vorgerd.

Der Hintergrund: Muss der Versicherungsnehmer seine Versicherung - zum Beispiel die Berufsunfähigkeitsversicherung - in Anspruch nehmen, prüft der Versicherer, ob es Vorerkrankungen gegeben hat. Gibt es entsprechende Einträge in der Patientenakte bei der Krankenkasse, die der Versicherungsnehmer zu Beginn der Versicherung nicht erwähnt hat (zum Beispiel, da die Krankenkasse die Angaben ohne Wissen des Versicherers verändert hat), verweigert die Versicherung die Zahlung! Der Patient geht leer aus, obwohl er womöglich viele Jahre seine Versicherungsprämien gezahlt hat.

Tipp 1: Bitten Sie um Akteneinsicht

Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach, welche Einträge es in Ihrer Patientenakte gibt.

“Patienten haben ein Recht auf ihre eigenen Daten, sowohl auf die Daten beim Arzt als auch auf die Daten bei der Krankenversicherung”, erklärt Alexander Vorgerd, Versicherungskaufmann bei transparent-beraten.de “Dies ist im Bundesdatenschutzgesetz klar geregelt. Sollte es bei der Bitte um Akteneinsicht Probleme geben, kann man sich darauf berufen.”

Tipp 2: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt

Gibt es Einträge in Ihrer Akte, die nicht korrekt sind, sprechen Sie Ihren Arzt, der die Einträge veranlasst hat, darauf an und bitten Sie um Klärung.

“Gibt es über einen oder mehrere Einträge in der Krankenakte keine Einigkeit mit dem Arzt, sollte man bei der Krankenkasse einen Verdacht auf Falschdiagnose stellen”, rät Vorgerd. “Die Krankenkasse wird sich dann mit dem Arzt in Verbindung setzen und versuchen, den Fall zu klären.”

Tipp 3: Holen Sie sich Hilfe bei öffentlichen Stellen

Sollte es keine Einigung mit dem Arzt geben, können Sie sich Hilfe von öffentlichen Stellen holen, zum Beispiel beim Bundesamt für Gesundheit.

“Das Bundesamt für Gesundheit hat zum Beispiel ein Bürgertelefon eingerichtet”, so Vorgerd. “Dort kann man Betroffenen entweder direkt weiterhelfen oder an eine Stelle vermitteln, die dieses kann bzw. zuständig ist.”

Die Nummer des Bürgertelefons zur Krankenversicherung lautet: 030 / 340 60 66-01


Tipp 4: Schaffen Sie Klarheit vor dem Abschluss neuer Versicherungen

Wenn Sie eine neue Versicherung abschließen, bei der Gesundheitsfragen gestellt werden, lassen Sie sich die aktuellen Einträge Ihrer Patientenakte von der Krankenkasse bestätigen.

“Erbitten Sie bei der Krankenkasse einen Nachweis über die Einträge in Ihrer Akte”, empfiehlt Vorgerd. “Prüfen Sie diese auf Richtigkeit und reichen den Nachweis zusammen mit den Versicherungsunterlagen ein - sofern alle Einträge korrekt sind. So stellen Sie sicher, dass es bei einem späteren Versicherungsfall keinen Zweifel bezüglich Ihres Gesundheitszustandes zum Zeitpunkt des Versicherungsabschlusses gibt.”

Ein ausführlicher Beitrag zum Thema, in dem u. a. die Versicherungsarten aufgelistet sind, die betroffen sein können, ist unter folgendem Link aufrufbar: https://www.transparent-beraten.de/2018/06/04/26335/betrug-durch-krankenkassen-so-schuetzen-sich-patienten-vor-unliebsamen-folgen/

Über transparent-beraten.de: Das unabhängige Maklerbüro transparent-beraten.de berät, vermittelt und betreut in allen Sparten der Privat- und Gewerbeversicherung. Auf seiner Website fasst das Unternehmen grundlegende Fakten, Tipps und Nachrichten über die wichtigsten Versicherungen zusammen: von der Haftpflicht-, über die Vorsorge-, bis hin zur Krankenversicherung. 

Das Maklerbüro arbeitet mit fast allen großen Versicherern des deutschen Marktes zusammen. Hauseigene Makler beraten Versicherungsnehmer kostenfrei im Berliner Maklerbüro, per Telefon, Chat oder E-Mail. transparent-beraten.de gehört zur Müller & Kollegen UG und wurde 2014 vom Geschäftsführer Mario Müller gegründet. Das Unternehmen beschäftigt aktuell 20 Mitarbeiter.

(Redaktion)


 

 

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