Sie sind hier: Startseite Berlin Aktuell
Weitere Artikel
Pilotprojekt GeoEnergie gestartet

Brandenburgs Wissenschaft startet Pilotprojekt zur GeoEnergie

Rund 70 Experten aus der Energieforschung Brandenburgs und der Hauptstadtregion sowie geladene Gäste trafen sich am 9./10. Februar 2009 auf dem Telegrafenberg in Potsdam zum Start des Verbundprojekts GeoEnergie (GeoEn). Im diesem gemeinschaftlich entwickelten Vorhaben werden das Deutsche GeoForschungsZentrum GFZ, die Universität Potsdam und die Brandenburgische Technische Universität Cottbus (BTU) der Geo-Energieforschung in Deutschland massiven Vorschub leisten.

Das Verbundvorhaben GeoEn wird im Rahmen der "Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern" als Brandenburger Pilotprojekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit einer Gesamtsumme von 7,1 Mio. EUR für 27 Monate gefördert.

"Unter der Erdoberfläche findet sich einige Antworten auf die Frage, wie eine nachhaltige Energieversorgung in Zukunft aussehen könnte. Angesichts einschneidender Klimaveränderungen, Konflikten um fossile Energieträger und größer werdender Knappheit vieler Rohstoffe gewinnt die Nutzung energetischer Georessourcen zunehmend an Bedeutung", erklärte dazu Professor Reinhard Hüttl, Vorstandsvorsitzender des GFZ und Vorsitzender des Lenkungsausschusses von GeoEn.

Das Potsdamer Helmholtz Zentrum GFZ kann auf dem Forschungsgebiet Geoenergie bereits langjährige Erfahrung und einschlägige Erfolge vorweisen, die nun durch die Kompetenzen der Projektpartner, der Universität Potsdam in den Bereichen Bio- und Geowissenschaften und der Brandenburgisch Technischen Universität Cottbus (BTU) in der Material- und Korrosionsforschung sowie insbesondere in der Kraftwerkstechnologie ergänzt werden.

Energieforschung erfordert exzellente Kooperation

Neben dem fachübergreifenden Forschungsansatz in GeoEn ist insbesondere die geplante enge Kooperation zwischen regionalen Energieunternehmen und Geowissenschaftlern an GFZ, Universität Potsdam und BTU deutschlandweit einzigartig. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die in der Forschung existierenden Technologieprodukte aus den Bereichen Klimaschutz, Energieeffizienz und Ressourcennutzung gezielt auch international zu vermarkten. Für Deutschland selbst könnte dieses zu einer geringeren Abhängigkeit von ausländischen Energieressourcen durch eigene Energiequellen beitragen.

GeoEn koppelt Forschung, Lehre und Wirtschaft im Energiebereich. Diese breite fachliche Basis gibt dem GeoEn-Projekt in Deutschland eine Führungsposition, die genutzt werden könnte, um in einer anschließenden zweiten Phase die Rahmenbedingungen für ein "Helmholtz-Institut GeoEnergie" zu entwickeln und so eine nachhaltige Plattform für die Energieforschung in der Metropolenregion Berlin-Brandenburg zu generieren.

(Redaktion)


 


 

Brandenburg
Pilotprojekt
GeoEnergie
Reinhard Hüttl

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Brandenburg" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: