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  • 13.07.2016, 13:25 Uhr
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  • Berlin
BUND JAHRESBERICHT 2016

BUND-Jahresbericht 2015: Unterstützerzahl und Einnahmen erneut gestiegen

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) verzeichnete 2015 einen Anstieg seiner Unterstützerzahl um rund fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Er hat seinen Hauptsitz in Berlin.

Der Umweltverband zählt inzwischen über 380000 Mitglieder und rund 190000 Förderer und gehört damit zu den größten deutschen Umweltorganisationen. Bei den Einnahmen legte der Verband 2015 um 10 Prozent zu und konnte knapp 28 Millionen Euro für den Natur- und Umweltschutz ausgeben. Davon stammen rund 19 Millionen Euro aus Mitgliedsbeiträgen bzw. Spenden.

"Neben seinem Einsatz für den Schutz gefährdeter Tierarten, Pflanzen und Lebensräume befasst sich der BUND mit einer Vielzahl umweltpolitischer Brennpunkte. Tausende ehrenamtlich und hunderte hauptamtlich Engagierte leisten Jahr für Jahr Großartiges für die ökologische Modernisierung von Wirtschaft und Gesellschaft, für die Weiterentwicklung von Rechtsstaat und Demokratie in unserem Land. Und bei uns sind über 60000 junge Menschen in rund 700 Kinder- und Jugendgruppen für mehr Umwelt- und Naturschutz aktiv", sagte Weiger. Der BUND-Vorsitzende hob insbesondere die Arbeit seines Verbandes in der Atommüll-Kommission von Bundestag und Bundesrat in den zurückliegenden zwei Jahren hervor. "Am Ende haben wir dem Kommissionsbericht zwar nicht zugestimmt, konnten aber die Rechtsschutzmöglichkeiten der Bevölkerung bei der Suche nach einem potentiellen Atommülllager deutlich verbessern. Durchsetzen konnten wir auch die Aufnahme des generellen Exportverbots für Atommüll in den Kommissionsbericht und die Einrichtung eines für die Atommülllagerung zuständigen neuen staatlichen Unternehmens", sagte Weiger.

In den kommenden Monaten werde sich sein Verband verstärkt dem europäisch-kanadischen Freihandelsabkommen Ceta zuwenden. "Unter dem Vorwand eines inzwischen fragwürdigen Wirtschaftswachstums gefährden Ceta und auch TTIP bewährte Umweltstandards. Beide Handelsabkommen hebeln nicht nur bewährte demokratische Rechte aus, sie gefährden auch kulturelle und gewerkschaftliche Errungenschaften. Nachdem Bundestag und Bundesrat dem Ceta-Abkommen nun doch zustimmen müssen, werden wir den Protest gegen diese unfairen Handelsabkommen auch mit großen Demonstrationen auf die Straße bringen. Am 17. September rechnen wir in sieben deutschen Großstädten mit vielen zehntausenden Teilnehmern", sagte der BUND-Vorsitzende.

Den BUND-Jahresbericht 2015 findet sich im Internet unter: www.bund.net/jahresbericht

Die BUND-Analyse "Schlechter Deal für EU-Bäuerinnen und Bauern - Gefahren für die europäische Landwirtschaft durch TTIP" unter: www.bund.net/pdf/agrar-ttip-studie

(Redaktion)


 

 

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