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UNESCO-Welterbestätten in Berlin

Bundesprogramm zur Investitionsförderung für nationale UNESCO-Welterbestätten

Das Umfeld der Museumsinsel und drei Siedlungen der Berliner Moderne sollen in den nächsten Jahren denkmalgerecht saniert und energetisch verbessert werden. Dafür wird die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung im Rahmen des neuen Programms zur „Förderung von Investitionen in nationale UNESCO-Welterbestätten“ für Maßnahmen mit einem geschätzten Gesamtvolumen von 36 Mio. € insgesamt 13,7 Mio. € Fördermittel beim Bund beantragen.

Die privaten Eigentümer und Berlin werden sich finanziell an den geplanten Baumaßnahmen beteiligen. Die Anträge müssen bis 31. März 2009 gestellt sein. Das geht aus einem entsprechenden Bericht hervor, den der Senat heute auf Vorlage von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer beschlossen hat.

Senatorin Junge-Reyer: „Mir liegt sehr viel daran, dass wir das Geld des Bundes nutzen, um die Qualität des Wohnens in den Siedlungen zu verbessern. Dazu ist es erforderlich die Freiräume nach gartendenkmalpflegerischen Konzepten wiederherzustellen und die Gebäude denkmalgerecht und energetisch zu sanieren. Das ist kein Widerspruch, denn die überlieferte Bauart der Siedlungen bietet gute Voraussetzungen. Und es geht uns darum, Konzepte und Lösungen zu entwickeln, um das touristische Interesse zu erhöhen, ohne dass die Bewohnerinnen und Bewohner gestört werden.“

Im Rahmen des Maßnahmenpakets der Bundesregierung für „Beschäftigungssicherung und Wachstumsstärkung“ stellt der Bund für alle Welterbekommunen in den Jahren 2009 bis 2013 insgesamt 150 Mio. € zur Verfügung. Gefördert werden vor allem investive Maßnahmen zur Sicherung, Instandsetzung, Restaurierung und Sanierung von Welterbestätten, aber auch konzeptionelle Beiträge zur welterbeverträglichen Stadtentwicklung.

In Berlin liegen drei der 33 in Deutschland gelisteten UNESCO-Welterbestätten: die Berlin-Potsdamer Kulturlandschaft mit ihren Schlössern und Gärten, die Berliner Museumsinsel und sechs Siedlungen der Berliner Moderne. Die Siedlungen entstanden zwischen 1913 und 1934. Architekten der klassischen Moderne gaben auf hohem architektonischem Niveau Antworten auf die Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg: moderne, bezahlbare Wohnungen mit Küchen, Bädern und Balkonen in Häusern ohne Hinterhof und Seitenflügel, dafür mit Licht, Luft und Sonne. Die qualitätsvolle Baukunst, die Formensprache, die Wohnungsgrundrisse und die städtebaulichen Figuren der Siedlungen wurden zum Vorbild für das 20. Jahrhundert. Die Siedlungen haben international einen hohen Stellenwert.

Während die Berliner Schlösser und Gärten und die Museumsinsel als Leuchtturmprojekte überwiegend vom Bund finanziert werden, besteht für drei der sechs Siedlungen dringender Handlungsbedarf. Zu den ausgewählten Siedlungen gehören der Schillerpark in Mitte, die Großsiedlung Britz (Hufeisensiedlung) in Neukölln und die Großsiedlung Siemensstadt (Ringsiedlung) in Charlottenburg-Wilmersdorf und Spandau.

Es werden Maßnahmen beantragt, die beispielhaft und vorbildlich das Bekenntnis der Berliner Denkmalpflege zur Erhaltung der Welterbestätten bezeugen und die Vereinbarkeit von baulicher Verbesserung, Energieeffizienz und Denkmalschutz selbst an hoch sensiblen Bauten der Klassischen Moderne und Welterbestätten beispielhaft und vorbildlich demonstrieren.

(Redaktion)


 


 

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