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Andrés Roi: "Das Yerka-Bike ist mit einer patentierten Technologie ausgestattet, die es optimal vor möglichem Diebstahl schützt."

Das Unternehmen Yerka startet seinen Markteintritt nun in Deutschland und Spanien. Andrés Roi, Geschäftsführer von Yerka Bikes im Business On-Interview.

Business-on.de: Die Diebstahlrate von Fahrrädern in Deutschland ist hoch, die Aufklärungsquote sehr niedrig. Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, muss stets befürchten, dass es geklaut wird. Herr Roi, ihr Unternehmen Yerka Bikes ist Hersteller des weltweit ersten diebstahlsicheren Fahrrads. Was macht das Yerka Bike so besonders?

Andrés Roi: Das Yerka-Bike ist mit einer patentierten Technologie ausgestattet, die es optimal vor möglichem Diebstahl schützt. Das Besondere an einem Yerka Bike ist, dass der Rahmen und die Sattelstütze das Schloss bilden. Es war unser Ziel, ein innovatives Sicherheitssystem zu entwickeln, das im Fahrrad integriert ist. Das Schloss kann nur mit einem individuell angefertigten Schlüssel geöffnet werden. Die einzige Möglichkeit das Fahrrad ohne diesen Schlüssel zu öffnen, wäre das Zersägen des Rahmens oder der Sattelstütze. Doch damit wird das gesamte Fahrrad zerstört. Rahmen oder Sattelstütze können weder ersetzt noch ausgetauscht werden. Das macht das Fahrrad so sicher, denn wer betreibt Aufwand ein Fahrrad zu stehlen, das er letztendlich weder benutzen noch reparieren kann?

Business-on.de: Als das Projekt eines diebstahlsicheren Fahrrads ins Leben gerufen wurde, waren Sie noch Student. War ein bestimmtes Erlebnis der Auslöser für die Idee und das schnelle Handeln, dem Fahrraddiebstahl entgegenwirken zu wollen?

Andrés Roi: Als mir bereits zum zweiten Mal das Fahrrad gestohlen wurde, wusste ich, dass ich keine Gedanken mehr an den Diebstahl von meinem Fahrrad verschwenden möchte. Mit zwei meiner Kommilitonen, die ebenfalls leidenschaftliche Fahrradfahrer sind, entstand im Rahmen eines Projekts in der Ingenieurabteilung an unserer Universität, die Idee des Yerka Bikes.

Business-on.de: Wann gingen Sie erstmals mit dem Yerka Bike an die Öffentlichkeit?

Andrés Roi: Zwei Jahre nachdem die Idee eines integrierten Schlosses im Fahrrad entstand, meldeten wir ein Patent an, um unsere Idee international zu schützen. Das Video, das wir ins Netz gestellt hatten, wurde bereits nach einem Monat von drei Millionen Menschen gesehen. Anschließend erreichten uns 7.000 Anfragen aus der ganzen Welt, von Menschen, die das Fahrrad kaufen wollten. Das bestärkte uns in unserer Idee.

Business-on.de: Wie ging es nach diesem positiven Feedback für Ihr Unternehmen weiter?

Andrés Roi: Wir starteten schließlich eine Crowdfunding-Kampagne auf Indiegogo, mit der wir über 80.000 Euro einnahmen und so mehr als 200 Fahrräder produzieren konnten. Hauptsächlich verkauften wir die Yerka Bikes in Europa, den USA und Lateinamerika. Im selben Jahr haben wir begonnen in unserer Fabrik Fahrräder zu produzieren und haben diese an unsere ersten Käufer ausliefern können.

Business-on.de: Nun folgt der Markteintritt in Deutschland und Spanien. Hat sich seit der erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne etwas am Fahrrad verändert?

Andrés Roi: Wir haben seitdem eine zweite, verbesserte Generation des Fahrrads entwickelt. Das Yerka gibt es in vier verschiedenen Größen, drei Farben und mit zwei verschiedenen Gangschaltungen. Außerdem entspricht es den Anforderungen der deutschen Straßenverkehrsordnung und besitzt bis auf die Klingel alle geforderten Extras, wie zum Beispiel Frontscheinwerfer und Speichenreflektoren. In Deutschland und Spanien kann man das Fahrrad jeweils in einem Store in Hamburg und Madrid kaufen. Im Online-Shop ist es außerdem für Kunden aus aller Welt bestellbar.

Business-on.de: Wie sehen die Zukunftspläne für Yerka Bikes aus? Welche kurz- und langfristigen Ziele verfolgen Sie?

Andrés Roi: Für nächstes Jahr planen wir den Markteinstieg in den USA und wollen als weiteren Schritt den asiatischen Markt angehen. In anderen Regionen, wie zum Beispiel Skandinavien, Australien oder Brasilien, arbeiten wir mit Distributoren zusammen. Unser Ziel ist es, die Technologie immer weiter auszubauen und ergänzende Produkte zu entwickeln. Im Vordergrund steht dabei, jedem Radfahrer eine komfortable und sichere Lösung für den Alltag zu bieten.

Business-on.de: Wofür steht Yerka?

Andrés Roi: Als wir das Unternehmen gründeten, suchten wir nach einem Namen, der in jeder Sprache gleich ausgesprochen wird, da wir anstrebten eine globale Marke zu werden. Außerdem sollte der Namen einzigartig sein - keine andere Firma oder Serviceleistung sollte mit dem Namen in Verbindung gebracht werden können. Das Yerka Bikes-Logo erinnert an einen Fahrradrahmen, der mit Design und Stärke perfekt zusammenpasst.

In Deutschland werden pro Jahr etwa 300.000 Fahrräder gestohlen, während nicht mal jeder zehnte Fahrraddiebstahl aufgeklärt wird. Diesem muss entgegengewirkt werden, findet das Unternehmen Yerka Bikes, das das weltweit erste Anti-Diebstahl-Fahrrad herstellt. Mehr Informationen hier: www.yerkabikes.com

(Redaktion)


 

 

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