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Restaurant Lendelhaus

Interview zum Jahreswechsel mit Christine Steinbach

Berlin.Business-on.de befragte UnternehmerInnen der Hauptstadtregion zu Ihren Einschätzungen und Erwartungen für das neue Jahr. Christine Steinbach hat im August 2009 ein Restaurant im Lendelhaus in Werder/Havel eröffnet. Im Interview spricht sie über die Restaurantgründung, Springer-Chef Mathias Döpfner und die Liebe zu gutem Essen.

business-on.de: Frau Steinbach,was war für Sie das „Highlight“ des Jahres 2009?

Christine Steinbach: Ganz ehrlich, das Jahr hatte wahnsinnig viele Höhen und Tiefen. So ist das einfach, wenn man versucht, seinen Traum zu verwirklichen. Der erste große Moment war, als wir die Entscheidung getroffen haben, wieder Leben in die stillgelegte Saftfabrik zu bringen. Es war der Tag des Baumblütenfeuerwerks am 1. Maiwochenende 2009. Es gab schon einige Gespräche mit Banken und viele Pro- und Contralisten. Als wir uns das Feuerwerk vom Dach der Fabrik aus ansahen, war mir klar: Das ist für mich einer der schönsten Orte und egal was alles dagegen spricht, ich will das Restaurant eröffnen. Weitere Highlights, wie der unterschriebene Pachtvertrag oder die grandiose Eröffnungsfeier, folgten. Es war ein sehr bewegendes und emotionales Jahr, doch ich bin glücklich, diesen Schritt gewagt zu haben.

business-on.de: Welche Eigenschaften sollte man als Gründer mitbringen?

Christine Steinbach: Wichtige Eigenschaften für einen Gründer sind Mut zum Risiko, eine hohe emotionale Belastbarkeit, Offenheit und geistige Flexibilität, Teamfähigkeit und Gewissenhaftigkeit.
Ich denke, wenn jemand diese Eigenschaften vereint und einen Traum hat, sollte er es wagen, ihn zu verwirklichen.

business-on.de: Wird das kommenden Jahr weiterhin ein Jahr der Krise sein oder eines des Aufschwungs?

Christine Steinbach: Ob das nächste Jahr gut oder schlecht wird, das haben wir alle in der Hand. Die Menschen in diesem Land haben schon ganz andere Dinge gemeistert. Warum also den Kopf in den Sand stecken?

Ich finde, man sollte immer nach vorn schauen und versuchen, das Beste aus seiner Situation zu machen.

business-on.de: Wird es 2010 Veränderungen in Ihrem Restaurant geben?

Christine Steinbach: Es wird noch sehr viele Veränderungen in der alten Fabrik geben, obgleich im kommenden Jahr alles etwas von den Behörden und unserem Fleiß abhängt. Aber wir haben viele Ideen, die sich auf diesem großartigen Gelände auch sicher nach und nach umsetzen lassen. Wir wollen beispielsweise die Terrasse mit Blick auf die Havel eröffnen. An dem genauen Konzept feilen wir gerade.

business-on.de: Haben Sie selbst ein Lieblingsgericht? Was essen Sie überhaupt nicht?

Christine Steinbach: Ich liebe Essen im Allgemeinen – Kochen ist für mich eine kleine Kunst für sich und steht meist auch in dem Zusammenhang, Zeit mit der Familie oder Freunden zu verbringen. Es gibt nichts Schöneres!
Ich liebe Kräuter und Gewürze und ich mag traditionelle, herzhafte Speisen. Was ich gar nicht mag, ist Rote Beete.

business-on.de: Mit wem würden Sie am liebsten mal Essen gehen und wo?

Christine Steinbach: Ich glaube, ich würde gern einmal mit Mathias Döpfner (Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG) und seiner Frau essen gehen, um sie über Ihren Erfolg und Ihre geheimen Tipps auszufragen und ich glaube, dass man mit ihnen einen sehr entspannten Abend mit interessanten Gesprächen erleben kann. Am liebsten in einem spanischen Restaurant, denn ich mag die spanische Esskultur. Viele verschiedene Tapas, von denen man probieren kann. Man muss sich nicht auf einen Geschmack festlegen, ein Traum!!

Ansonsten fallen mir da all meine Freunde ein, die in diesem Jahr so von mir vernachlässigt wurden und mit denen ich gerne mal wieder einen schönen Abend mit leckerem Essen verbringen würde. Ich würde so gern einmal wieder selbst am Herd stehen, um alle richtig zu verwöhnen, auch das kommt irgendwie zu kurz ;-)

business-on.de: Beenden Sie bitte den folgenden Satz: Gutes Essen bedeutet ...

Christine Steinbach: ...Genuss, den man sich ab und zu gönnen sollte.

business-on.de:  Wer hat in diesem Jahr für Sie den schwierigsten Job gehabt?

Christine Steinbach: Diese Frage ist schwer zu beantworten, es gibt einige, mit denen ich in diesem Jahr nicht hätte tauschen wollen. Ich habe großen Respekt vor Krankenschwestern und Pflegepersonal. Ich denke das sind schwierige Berufe.

business-on.de: Haben Sie persönlich gute Vorsätze fürs neue Jahr?

Christine Steinbach: Ich finde gute Vorsätze zum Neujahr irgendwie albern, so etwas wie „Ich höre auf zu rauchen!“ oder „ Ich mache mehr Sport!“. Das klappt doch meistens nicht. Man sollte, wenn man sich etwas vorgenommen hat, nicht bis zum Neujahr damit warten.
Ich wünsche mir für das neue Jahr, dass wir alle Hürden, die auf uns zukommen, meistern werden, ganz viele, liebe und zufriedene Gäste und etwas mehr Zeit für die Familie.

business-on.de: Vielen Dank für das Interview!

(Redaktion)


 


 

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