Sie sind hier: Startseite Berlin Lokale Wirtschaft
Weitere Artikel
AEG-Viertel Oberschöneweide

Das ehemalige AEG-Gelände in Berlin-Oberschöneweide entwickelt sich zum Kreativzentrum

Das alte AEG-Viertel Oberschöneweide im Bezirk Treptow-Köpenick verändert sich. Anfang des 20. Jahrhunderts erstreckte sich hier entlang der Spree „Elektropolis", ein industrielles Zentrum von Betrieben der Elektro- und Metallindustrie. Die Stockwerksfabriken, Produktionshallen, Mietshäuser und Verwaltungsbauten gehörten damals zur modernsten Architektur ihrer Zeit. Heute sind die Betriebe abgewickelt – Leerstand und Industriebrachen waren die Folge. Doch hinter den gelben Backsteinmauern vollzieht sich eine Wandlung. Die Wilhelminenhofstraße setzt auf das, was in Berlin Zukunft hat und erfindet sich neu – als Zentrum für Kreative.

Im Haus 79 der ehemaligen AEG-Transformatorenwerke Oberschöneweide hat die Zukunft schon begonnen. Im neuen Atelierhaus 79, wo früher die Ingenieure ihre Skizzen zeichneten, haben Ateliers eröffnet. In die frisch sanierten Räume sind Künstler, Modedesigner und ein Kulturvermittlungsbüro eingezogen. Die Vermietung erfolgt über die gemeinnützige Gesellschaft für Stadtentwicklung (GSE), die das Objekt verwaltet. Die Miet-Modalitäten folgen Berliner Maßstäben: wenige große und teure Ateliers für arrivierte Künstler, daneben viele kleine mit erschwinglichen Mieten für die mäßig Verdienenden.

Die Kreativen sollen wieder Perspektive in das vom Wegfall der Industrie betroffene Viertel bringen. Auf einem 14.000 Quadratmeter großen Grundstück an der Spree, wo die 1924 erbauten „Reinbeckhallen" vor sich hin rosten, entsteht ein Zentrum für Gegenwartskunst. Die „Schauhallen" werden unter einem Dach Platz bieten für Dependancen großer Museen, Galerien und ganze Privatsammlungen. Baubeginn ist 2009.

Bereits seit 1997 ist die Karl-Hofer-Gesellschaft auf dem AEG-Gelände ansässig. Die Gesellschaft vergibt Stipendien an Absolventen der Universität der Künste. Auf den Standort aufmerksam wurde inzwischen auch die Fachhochschule für Technik und Wirtschaft, die 2006 an die Wilhelminenhofstraße gezogen ist, zunächst mit dem Fachbereich Gestaltung. Wo früher das Kabelwerk Oberspree war, lernen heute 1.000 Studierende und bis 2010 soll die ganze Hochschule mit 6.000 Studierenden auf den neuen Campus umgezogen sein.

Nicht nur die Gebäude werden zu neuem Leben erweckt, auch die Umgebung verändert sich. Der „Kaisersteg", die historische Brücke, verbindet seit diesem Jahr wieder Ober- und Niederschöneweide. Am Spreeufer entstehen Bänke und Stufen für den künftigen Stadtpark. Bald soll eine Uferpromenade an den denkmalgeschützen Industriedenkmälern entlangführen. Oberschöneweide macht sich hübsch für die Zukunft als Kreativstandort mit Naherholungswert.

(Redaktion)


 


 

AEG-Viertel
Oberschöneweide
Elektropolis
Kreativwirtschaft
Berlin
Treptow-Köpenick

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "AEG-Viertel" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: