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Das Internet wird wahlentscheidend - BITKOM Studie zu E-Democracy

Das Internet wird nach Ansicht vieler Wähler entscheidenden Einfluss auf den Ausgang der diesjährigen Bundestagswahlen haben. Das ist das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM.

„Das Internet wird zum zentralen Medium für die Kommunikation zwischen Politik und Bürgern“, erklärt BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Bereits 44 % der wahlberechtigten Bundesbürger das Internet als Wahlkampfmedium für unabdingbar. Besonders Wähler im Alter von 18 bis 29 Jahren machen gerne Gebrauch vom Internet, um sich über politische Belange zu informieren.

Insgesamt ist das Fernsehen Hauptinformationsquelle für bisher noch 83% der Wähler, gefolgt von den Tageszeitungen (72%) und dem Radio (58%).

Scheer geht jedoch davon aus, dass sich diese Gewichtung schon bei der nächsten Bundestagswahl in vier Jahren relativieren wird. Mehr junge Menschen wachsen in das Wahlsystem hinein und werden dann vertraut mit Online-Medien umgehen.

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Interview mit Forsa-Geschäftsführer Prof. Manfred Güllner
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 Dennoch dominiert der klassische Journalismus auch das Internet. 81% der Wähler besuchen hier die Webseiten von Zeitungen, Zeitschriften, Radio oder Fernsehen, um politische Informationen zu erhalten. Im Gegensatz dazu informieren sich 61% der Schüler und Studenten und 49% der 18 bis 29-Jährigen direkt bei den Internetseiten von Parteien und Politikern. 80% der wahlberechtigten Bundesbürger sind der Meinung, dass ein guter Politiker im Internet vertreten sein muss, 44% gehen davon aus, dass man ohne Internetpräsenz keine Wahl mehr gewinnen kann.

Wähler wollen Inhalte – keine Home-Storys

Bei den Online-Präsenzen von Politikern setzen die Wähler auf Inhalte. Meinungen zu aktuellen politischen Themen und lokalpolitischen Belangen sind hier vorwiegend gefragt. An Informationen über das Privatleben der Politiker sind laut der Umfrage nur 20% der Wahlberechtigen interessiert.

Insgesamt 39% wünschen sich die Möglichkeit der direkten Demokratie über das Internet. Auch nutzen Bürger verstärkt die Gelegenheit, auf kommunaler Ebene Beschwerden anzubringen oder Diskussionen anzuregen.

Die Zukunft der Wahlen

Der Geschäftsführer der Forsa, Prof. Dr. Manfred Güllner, sieht im Internet auch das Wahlmedium der Zukunft. Durch Online-Wahlen könnten Briefwahlen ersetzt werden. So könne das Risiko von Fehlern verringert werden und die zeitliche Distanz zum eigentlichen Wahltermin wäre ebenfalls nicht mehr so groß. Eine gesetzliche Grundlage gibt es für Online-Wahlen bisher noch nicht.

(Ricarda Eppler)


 


 

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