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  • 08.02.2018, 19:14 Uhr
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  • Neuss/Düsseldorf
Datenmissbrauch im Internet

Jeder Dritte ist betroffen – trotzdem genießt Online-Banking hohes Vertrauen

In kaum einem anderen Land wird so viel über die Nutzung von Daten und Privatsphäre diskutiert wie in Deutschland. Dennoch hat mehr als ein Drittel der deutschen Online-Nutzer schon schlechte Erfahrungen mit Datenmissbrauch im Internet gemacht. Bei Transaktionen im Internet, insbesondere beim Online-Banking, haben die meisten trotzdem ein hohes Sicherheitsgefühl.

Laut einer aktuellen und repräsentativen Verbraucherbefragung der Creditreform Boniversum zum Thema Datensicherheit im Internet haben mehr als ein Drittel der befragten Personen (34 Prozent; 19,2 Millionen Verbraucher), bereits erlebt, dass ihre persönlichen Daten im Internet missbraucht wurden. 12 Prozent der Verbraucher berichten sogar von häufigen Missbrauchserfahrungen persönlicher Daten. Überdurchschnittlich betroffen sind Männer, Personen unter 40 Jahren, Personen mit gehobenem Bildungsabschluss, Gering- und Normalverdiener sowie Personen, die im Westen Deutschlands leben. Im Umkehrschluss gibt es aber auch eine gute Nachricht: Die meisten deutschen Online-Nutzer (66 Prozent) haben noch keine negativen Erfahrungen mit Datenmissbrauch im Internet gemacht. Vielleicht liegt es daran, dass die meisten Verbraucher ein hohes Sicherheitsgefühl bei Transaktionen im Internet haben. Am sichersten fühlen sich Verbraucher beim Online-Banking und beim Online-Shopping. 69 Prozent der Befragten gibt an, dass sie die Weitergabe ihrer Daten bei Online-Bankgeschäften für sicher halten - 44 Prozent der Verbraucher haben beim Online-Shopping sicheres Gefühl.

Sicherheit bei Bezahlverfahren steht im Fokus

Besonders wichtig ist den Verbrauchern beim Online-Einkauf die „Sicherheit der Bezahlung“ (94 Prozent). Danach folgen die Kriterien „Preis-Leistungsverhältnis“ (88 Prozent), „Einfachheit der Bezahlung“ (86 Prozent) sowie die „Einfachheit des Bestellvorgangs“ (84 Prozent). Das Kriterium „Schnelligkeit der Lieferung“ wird von den Verbrauchern als am wenigsten wichtig eingestuft (75 Prozent). Wird die Forderung der Verbraucher nach sicheren Zahlarten nicht bedient, brechen sie den Kaufvorgang ab. 67 Prozent geben an, dies bereits schon mal getan zu haben. 38 Prozent der Verbraucher brechen ihren Bestellvorgang auch ab, wenn keine für sie passenden Bezahlverfahren angeboten werden. Bezahlsysteme wie zum Beispiel PayPal oder Sofortüberweisung.de (46 Prozent), Kauf auf Rechnung (31 Prozent) und Kreditkarte (9 Prozent) zählen zu den drei meistgenutzen und beliebtesten Bezahlverfahren der Deutschen. Diese Verfahren werden von den Verbrauchern auch am sichersten eingestuft. Speziell beim „Kauf auf Rechnung“ steht der Sicherheitsaspekt bei den Verbrauchern im Vordergrund - insbesondere Frauen bevorzugen unter diesem Aspekt den Kauf auf Rechnung. „Verbraucher empfinden den Kauf auf Rechnung nach wie vor als sichere Zahlart. Sie ist nicht nur sehr bequem – der Verbraucher kann sich die Ware vor Bezahlung in Ruhe ansehen – sondern er kann dabei auch sparsam mit seinen Daten umgehen. Er braucht nicht mehr Daten anzugeben als beispielsweise in einem öffentlichen Telefonbuch zu finden sind. Weiterer Vorteil: im Falle von Reklamationen und/oder Rücksendungen muss der Verbraucher nicht warten, bis das Geld wieder auf sein PayPal-, Kreditkarten-, oder Bankkonto zurücküberwiesen wird. Er zahlt die Ware ja erst, wenn er entschieden hat, dass er sie auch behält“, so Marion Lanaro, Mitglied der Geschäftsleitung bei Boniversum.

Im Rahmen der Umfrage wurden die Verbraucher auch nach ihrer allgemeinen Einschätzung zur Sicherheit beim Bezahlen im Internet befragt. Die Hälfte der Verbraucher (51 Prozent) geht davon aus, dass das Bezahlen im Internet in den letzten fünf Jahren sicherer geworden ist.

Die komplette Befragung gibt es hier.

(Redaktion)


 


 

Datenmissbrauch
Online-Banking
Creditreform Boniversum
Thema Datensicherheit
Marion Lanaro

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