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GfK-Studie

Deutsche buchen in letzter Minute

Lagen in den vergangenen beiden Jahren Frühbucher im Trend, beobachtet das GfK Tourismus-Vertriebspanel derzeit eine Tendenz zu kurzfristigeren Buchungen, was angesichts der angespannten wirtschaftlichen Situation aber kaum überrascht. In der letzten Sommersaison machte das Last-Minute-Geschäft rund 23 Prozent aller Buchungen aus. In diesem Jahr wird es deutlich höher ausfallen.

Im Juni 2009 entfielen in den Reisebüros fast 40 Prozent des Buchungsumsatzes auf Reisen im Juni oder Juli. Dies entspricht einem Zuwachs von fast neun Prozent beziehungsweise 22,7 Millionen Euro mehr Umsatz gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Zahl der Urlauber, die „last minute“, das heißt bis zu einem Monat vor Abreise buchen, steigt. Im Mai und Juni 2009 lag der Anteil der Last-Minute-Bucher im Reisebüro mit 36,3 beziehungsweise 37 Prozent jeweils über den Vorjahresmonaten (Mai +2,1, Juni + 1,7 Prozentpunkte). Zusammen mit den Urlaubern, die bis zu zwei Monate vor Abreise gebucht haben, entfielen im Juni fast zwei Drittel aller Buchungen auf das kurzfristige Geschäft (+3,4 Prozentpunkte). Insgesamt liegt das Buchungsvolumen für die aktuelle Sommersaison allerdings unverändert unter dem des Vorjahrs. Dies können auch die steigenden Zahlen bei den kurzfristigen Buchungen nicht voll ausgleichen.

Höhere Ausgaben für Last-Minute-Urlaub

Im ersten Quartal des Jahres lagen die durchschnittlichen Reisepreise noch deutlich über, im zweiten Quartal allerdings bereits leicht unter dem Vorjahresniveau. Die tendenziell sinkenden Reisepreise betreffen aber nicht das Last-Minute-Segment. Der kurzfristig entschlossene Urlauber zahlte im Mai und Juni pro Person und Nacht rund drei Prozent mehr als im letzten Jahr. Im Schnitt investiert er in diesem Jahr 476 Euro pro Person für einen rund 7-tägigen Aufenthalt. Jeder Dritte bucht im Preissegment bis 250 Euro und mehr als 80 Prozent geben im Reisebüro nicht mehr als 750 Euro pro Person für den Urlaub aus. Gegenüber dem Vorjahr zeigen sich Last-Minute-Anhänger aber etwas ausgabefreudiger: Die teureren Preiskategorien gewinnen an Bedeutung.

(Redaktion)


 


 

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