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  • 19.09.2016, 10:42 Uhr
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  • Berlin
DIE FAMILIENUNTERNEHMER - ASU E.V.

Familienunternehmer zum Flüchtlingsgipfel: Integration gelingt nur vor Ort

Im Kanzleramt in Berlin diskutierten Wirtschaftsvertreter mit Angela Merkel wie die Beschäftigung von Flüchtlingen vorangetrieben werden kann. Eine neue Möglichkeit ist das Modell der trialen Ausbildung vom Verband „Die Familienunternehmer“.

Die Idee: Die triale Ausbildung erweitert die klassische duale Ausbildung um die Komponente Spracherwerb. Dieser erfolgt praxisorientiert in den Betrieben; die Ausbildung verlängert sich um bis zu einem Jahr. Für die Übernahme dieser im Kern staatlichen Integrationsaufgabe erhalten die Betriebe eine Aufwandsentschädigung von 1.000 Euro pro Monat pro Flüchtling für die ersten beiden Ausbildungsjahre, in denen der Flüchtling mit Blick auf Sprache und Qualifikation intensiv betreut werden muss - auch unter Freistellung erfahrener Mitarbeiter. Vertraglich geregelt wird die triale Ausbildung zwischen den Kommunen und den Betrieben in ihrer jeweiligen Region.

Lutz Goebel, Präsident des Verbands „Die Familienunternehmer“: "Integration ist Staatsaufgabe, doch ohne die Betriebe wird sie nicht gelingen. Unsere triale Ausbildung setzt da an, wo die Folgen mangelnder Integration zuerst zu spüren sein werden - vor Ort. Kommunen und die Betriebe in ihrer jeweiligen Region sind tagtäglich damit konfrontiert und kennen die Herausforderungen. Dezentralisierung ist der beste Weg, um möglichst viele Flüchtlinge in Lohn und Brot zu bringen. Warum nicht also auch ein Flüchtlingsgipfel unter Einbezug der Kommunen und regionalen mittelständischen Betriebe?"

Goebel weiter: "Jedes Jahr, das ohne Arbeit vergeht, ist für die Flüchtlinge, für unsere Gesellschaft und für die öffentliche Hand ein verlorenes Jahr. Mit der trialen Ausbildung jedoch können Flüchtlinge ein selbstbestimmtes Leben führen. Sie laufen weniger Gefahr, an Parallelgesellschaften verloren zu gehen. Darüber hinaus profitieren die öffentlichen Haushalte und Sozialkassen, da weniger Hartz IV Kosten anfallen. Berechnungen zufolge können nach zehn Jahren bis zu 130.000 Euro pro Flüchtlings-Azubi eingespart werden."

 „Die Familienunternehmer“ folgen als die politische Interessenvertretung für mehr als 180.000 Familienunternehmer den Werten Freiheit, Eigentum, Wettbewerb und Verantwortung. Die Familienunternehmer in Deutschland beschäftigen in allen Branchen rund 8 Millionen Mitarbeiter und erwirtschaften jährlich einen Umsatz in Höhe von 1.700 Milliarden Euro. Internet: http://www.familienunternehmer.eu 

(Redaktion)


 

 

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