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Digital Signage- Goldmedia

Digital Signage-Markt kommt europaweit in Schwung: Bildschirme werden allgegenwärtig

Bildschirme, große Videoboards und audiovisuelle Netzwerke halten immer stärker Einzug im öffentlichen Raum. Die Einsatzbereiche für Digital Signage-Installationen sind vielfältig: sie werden als Informationsmedium, für Corporate TV oder zur Verkaufsförderung am Point of Sale genutzt und gewinnen vor allem als Werbeträger zunehmend an Bedeutung.

In den vergangenen Monaten haben europaweit zahlreiche führende
Außenwerber große Screen-Projekte an Flughäfen oder Bahnhöfen gestartet
und bringen den Digital Signage-Markt in Schwung. Trotz schwieriger
Bedingungen auf den europäischen Werbe- und Finanzmärkten gehen die
Beratungsunternehmen Goldmedia (www.Goldmedia.com) und Screen Digest
(www.Screendigest.com) in ihrer Studie „Digital Signage in Europe“ davon
aus, dass der Markt für digitale Außenwerbung 2009 erneut zulegen wird.

Großbritannien ist bei der Entwicklung von Digital Signage-Projekten in
Europa noch immer Vorreiter. Die großen digitalen Installationen von CBS
Outdoor in der Londoner U-Bahn oder im neuen (Vorzeige-)Einkaufszentrum
Westfield zeugen ebenso davon, wie die Displays von JC Decaux im neuen
Terminal T5 am Flughafen Heathrow oder Clear Channels große LED-Screens
an zentralen und stark frequentierten Plätzen in Londons City.

Andere europäische Länder ziehen nun mit eindrucksvollen Projekten nach.
So hat Deutschlands führender Außenwerber Wall AG angekündigt, sämtliche
Plakatwände in Berlins zentralem Bahnhof Friedrichstraße bis Mitte 2009
durch digitale Screens zu ersetzen. Damit entsteht Deutschlands erster
Bahnhof, der vollständig mit digitalen Werbeträgern ausgestattet ist.
Auch in Frankreich werden digitale Werbedisplays derzeit großflächig in
der Pariser Metro sowie landesweit in vielen Bahnhöfen installiert.

In der Studie “Digital Signage in Europe – The opportunities for digital
out-of-home advertising” prognostizieren Goldmedia und Screen Digest,
dass sich der Nettowerbeumsatz mit digitaler Außenwerbung von 2008 bis
2012 nahezu verdreifachen wird – von derzeit rund 220 Millionen Euro
(2008) auf über 630 Millionen Euro in 2012. Damit wächst der Markt für
digitale Außenwerbung in Westeuropa jährlich um durchschnittlich 29
Prozent (CAGR).(1) Mit rund vier Prozent (2008) ist der Anteil der
digitalen Außenwerbung am gesamten Out-of-Home-Werbemarkt in Westeuropa
derzeit noch gering. Bis 2012 wird dieser Wert jedoch auf rund zehn
Prozent ansteigen.

Die Einsatzbereiche für werbefinanzierte Digital Signage-Netzwerke sind
vielfältig. Betrachtet nach Anzahl der installierten Netzwerke werden in
Westeuropa derzeit rund ein Drittel (32 Prozent) und damit die meisten
digitalen Bildschirme am Point of Sale eingesetzt (Kaufhäuser,
Einkaufszentren, Convenience-Stores, Banken, Supermärkte etc.). Der
zweitwichtigste Bereich ist mit 26 Prozent der Verkehrssektor
(öffentlicher Personennah- und -fernverkehr, Flughäfen, Bahnhöfe etc.).
Der Freizeitbereich (Fitnessstudios, Veranstaltungsorte etc.) macht 15
Prozent aus, das Gastgewerbe (Gaststätten, Fast-Food-Ketten, Hotels
etc.) sieben Prozent. Nur etwa vier Prozent der Netzwerke sind im
Außenbereich installiert (Verkehrskontenpunkte, zentrale Plätze etc.).
Aufgrund ihrer enorm hohen Reichweite ist deren Anteil am Werbeumsatz
allerdings besonders hoch. (Siehe Grafik)

Die Vorzüge, die Digital Signage-Lösungen gegenüber klassischen
Außenwerbeformaten bieten und die ein effektiver Werbemitteleinsatz
heute mehr denn je erfordert, fasst Goldmedia Consultant und
Studienautor Marcel Piopiunik zusammen: „Die Vernetzung digitaler
Displays ermöglicht dynamische und flexible Kampagnen ganz neuen Stils.
Werbebotschaften sind schnell aktualisiert und können tageszeitabhängig,
ortsspezifisch und zielgruppengerecht eingesetzt werden. Digitale
Bewegtbild-Werbung und attraktive interaktive Elemente erhöhen zudem die
Aufmerksamkeit der Betrachter. So lassen sich auch Zielgruppen
ansprechen, die über klassische TV- und Printwerbung immer weniger
erreicht werden. Damit diese Vorteile auch zum Tragen kommen, ist vor
allem der weitere Ausbau flächendeckender Digital Signage-Netzwerke
notwendig.“

„In Großbritannien sind die Mediaagenturen immer mehr von digitaler
Außenwerbung überzeugt“, betont Screen Digest Senior Analyst Vincent
Létang. „Eine deutlich größere Anzahl digitaler Werbeflächen in 2009
erhöht die Attraktivität dieses neuen Mediums im Vergleich zum Vorjahr
enorm. Die Finanzkrise wird dennoch Spuren hinterlassen. Der Neustart
von Großprojekten könnte sich in Großbritannien etwas verlangsamen und
bei Technologieanbietern und kleineren Vermarktern sind Konsolidierungen
zu erwarten. Das ändert aber nichts daran, dass Digital Signage eine
immer wichtigere Rolle im Außenwerbemarkt spielen wird.“

(Redaktion)


 


 

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