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  • 14.11.2016, 10:26 Uhr
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  • Berlin
DIVERSITY KONFERENZ / STUDIE

Erste Benchmark-Studie "Diversity in Deutschland" auf der Diversity-Konferenz in Berlin vorgestellt

Aus Anlass des 10-jährigen Jubiläums der Charta der Vielfalt haben EY (Ernst&Young) und Charta der Vielfalt gemeinsam die erste Benchmark-Studie "Diversity in Deutschland" durchgeführt. Diese wird im Rahmen der Diversity-Konferenz am 10. November in Berlin vorgestellt.

Dabei ist sich zugleich eine große Mehrheit von 65 Prozent der Tatsache bewusst, dass die Einbindung unterschiedlicher Lebensmodelle, kultureller Perspektiven und Erfahrungen dem eigenen Unternehmen Vorteile bringt. Und drei Viertel der Unternehmen erkennen, dass eine vielfältig zusammengesetzte Belegschaft die Offenheit und Lernfähigkeit, und damit auch die Zukunftsfähigkeit sicherstellt. Ana-Cristina Grohnert, Vorstandsvorsitzende des Vereins Charta der Vielfalt und Personalchefin bei EY sieht in diesen Zahlen ein Alarmsignal für viele Unternehmen in Deutschland. "Die Digitalisierung und die Globalisierung verlangen von uns, dass wir vielfältiger denken und schneller lernen", so Grohnert. Sie warnt: "Der Wettbewerbsfaktor Vielfalt wird unterschätzt. Wer nicht in der Lage ist, eine vielfältige Belegschaft aufzubauen, der wird den Kontakt zu gesellschaftlichen und technologischen Trends und somit Kundenbedürfnissen an den Märkten verlieren".

Die Studie zeigt, dass bei dem Drittel der Unternehmen und Institutionen, die aktives Diversity Management betreiben, vor allem Maßnahmen der Flexibilisierung von Arbeitszeit und Arbeitsort, sowie Maßnahmen der Personalgewinnung und Personalentwicklung im Vordergrund stehen. Für die Studienmacher ein Indiz dafür, dass die Organisationen vor allem aus kurzfristiger Perspektive auf Personalmangel reagieren.

Kritisch bewertet diese Herangehensweise Aletta Gräfin von Hardenberg, Geschäftsführerin des Charta der Vielfalt e.V. "Nur ein ganzheitlich ausgeübtes Diversity Management unter Einbeziehung aller Akteure und Akteurinnen sowie Dimensionen führt zum Erfolg", ist sich die erfahrene Diversity-Managerin sicher. Sie fordert, dass Organisationen Diversity Management zum festen Bestandteil der Strategie machen. "Diversity Management steht in Deutschland immer noch am Anfang, es wird aber für die Zukunft des Standorts massiv an Bedeutung gewinnen", so von Hardenberg. Sie stellt weiter fest: "Die Unterzeichner der Charta der Vielfalt sind dem durchschnittlichen Unternehmen mindestens zwei Schritte voraus."

Im Auftrag von EY und Charta der Vielfalt hat das Darmstädter Marktforschungsinstitut Reimund Research im Zeitraum von Juli bis September 349 Organisationen befragt, welche die Selbstverpflichtung "Charta der Vielfalt" unterzeichnet haben. Zugleich wurden Personalverantwortliche in 250 zufällig ausgewählten Unternehmen befragt, welche die Selbstverpflichtung nicht unterzeichnet haben.

Die Studie ist kostenfrei unter www.Charta-der-Vielfalt.de und auf der Internetseite von Ernst & Young (EY) unter http://www.ey.com/de/de/home erhältlich.

Über Charta der Vielfalt e.V. : Der Verein Charta der Vielfalt e.V. tritt als Unternehmensinitiative seit 2010 dafür ein, Diversity Management fest in der deutschen Wirtschaft zu verankern. Über 2.400 Unternehmen und Institutionen mit insgesamt 8,1 Millionen Beschäftigten haben die Selbstverpflichtung Charta der Vielfalt seit 2006 bereits unterzeichnet und tragen dazu bei, Diversity Management in Deutschland gezielt zu fördern. Schirmherrin ist Bundeskanzlerin Angela Merkel. Zu den Mitgliedern des Vereins gehören: adidas group, BASF SE, Bayer AG, BMW AG, BP Europa SE, Commerzbank AG, Daimler AG, Deutsche Bahn AG, Deutsche Bank AG, Deutsche Post AG, Deutsche Telekom AG, Ernst & Young GmbH, GE Germany, Henkel AG & Co KGaA, Metro AG, Novartis AG, Osram GmbH, SAP SE, Siemens AG. 

(Redaktion)


 

 

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