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Kolumne von Alexandra Schwarz- Schilling

Dream-Team gefällig?

Was unterscheidet ein gutes Team von den vielen Teams, die nur mittelmäßige Ergebnisse bringen? Was macht ein gutes Team aus? Die meisten Menschen haben eine Vorstellung davon, dass ein gutes Team motiviert ist, seine Aufgaben schnell und produktiv erledigt, gut zusammen arbeitet und auch noch Spaß dabei hat.

Aber wie schafft man das? Wieso arbeiten so viele Teams eher unmotiviert? Oft behindern sich Teammitglieder sogar gegenseitig, missgönnen sich Erfolge und verschwenden ihre Zeit und Energie damit, sich gegenseitig Verantwortung und Arbeit zuzuschieben.

Die Antwort versteckt sich bereits im Titel: Damit aus einem Team ein Dream-Team wird, braucht es einen gemeinsamen Traum. Etwas, für das es sich lohnt persönliche Eitelkeiten, gegenseitiges Misstrauen und Bequemlichkeiten aufzugeben. Nicht umsonst sind spontan entstehende Teams in Notlagen oft extrem erfolgreich. Nach Katastrophen, dann, wenn wirklich etwas auf dem Spiel steht und keine Zeit zu verlieren ist, zeigt sich wozu Menschen fähig sind, wenn sie wirklich an einem Strick ziehen. Neben den erzielten Erfolgen erinnern sich die Mitglieder solch spontaner „RettungsTeams“ noch Jahre später vor allem an das „überwältigende Gemeinschaftsgefühl“.

Ohne Notlage (in der alle Beteiligten sofort und ohne Worte wissen, worauf es ankommt) muss die gemeinsame Aufgabe, der Traum, ganz klar umrissen sein. Jedes Mitglied muss die Ziele kennen, akzeptieren - und wissen, dass die anderen es auch tun. Entscheidend ist die Begeisterung für diese Ziele: Sie ist immens wichtig, um Menschen über einen längeren Zeitraum und auch bei Schwierigkeiten zusammen zu halten. In Deutschland herrscht eine gewisse Skepsis gegenüber zu hoher Begeisterung. Das liegt ein Stück weit an unserer Geschichte und ist verständlich. Gleichzeitig schneiden wir uns damit ins eigene Fleisch: Das gegenseitige Mitreißen führt nicht nur zu besseren Ergebnissen, sondern macht letztlich auch den Spaß an der Arbeit aus.

Die Teammitglieder müssen wissen, was sie antreibt und welche Werte sie vertreten. Ihre Interessen und Einschätzungen zum Projekt müssen berücksichtigt werden. Das setzt eine Unternehmenskultur voraus, in der die Prinzipien Kooperation und Partizipation fest verankert sind. Jedes Teammitglied braucht Klarheit über seinen unverzichtbaren Beitrag. Allen muss klar sein: wer seinen Beitrag nicht leistet, blockiert und schadet damit allen anderen. Dazu ist ein regelmäßiges Teamclearing wichtig: Wo stehen wir gerade? Was machen die anderen? Wo gibt es Schwierigkeiten? Wer braucht Unterstützung? Jeder will in seiner Einzigartigkeit geschätzt werden, um seine Fähigkeiten optimal einbringen zu können. Was gab es für Konflikte und wer möchte etwas mit einem anderen Teammitglied klären? Unter optimalen Voraussetzungen sind Menschen in der Gruppe bereit, mehr zu arbeiten als sie es für sich allein tun würden. Entscheidend dabei: Jeder akzeptiert und wertschätzt den anderen in seiner Andersartigkeit. Das bedeutet auch, die Beiträge besonderer Leistungsträger im Team zu feiern und durchaus herauszustellen.

(Alexandra Schwarz- Schilling)


 


 

Alexandra Schwarz-Schilling
Coachin Spirale
Berlin
Coaching
Teambuilding
Geschäftsführerin
Personalc

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