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Schlecker-Insolvenz – viele Filialen stehen noch leer

Über die Hälfte der ehemaligen Schlecker-Filialen steht ein Jahr nach der Pleite noch leer. In Berlin liegt die Quote der leer stehenden Schlecker-Märkte bei knapp 74 Prozent. Viele Schlecker-Mitarbeiter sind noch immer ohne neuen Job.

Knapp ein Jahr nach der Schlecker-Insolvenz stehen immer noch viele der deutschen Filialen der ehemaligen Drogeriekette leer. Von den insgesamt 5.500 haben 3.700 Schlecker-Filialen noch keine neue Verwendung gefunden. Das belegt eine aktuelle Studie, die das Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln für das Handelsblatt ausarbeitete.

Von den etwa 190 Filialen des Drogeriemarktes in Berlin stehen heute sogar noch knapp 74 Prozent leer. Den Grund für die anhaltend hohe Leerstandquote sieht Michael Voigtländer, Immobilien-Experte des IW Köln, in dem Umstand, dass es nur selten vorkommt, dass eine solch große Zahl an Gewerbeflächen zum selben Zeitpunkt frei wird und neu belegt werden muss. Schlecker-Filialen, mit Lage in belebten Einkaufsstraßen, konnten nach Angaben des Immobilien-Experten leichter weitervermietet werden.

Hoher Leerstand bei ehemaligen Schlecker-Filialen

Bekannte Drogerieketten wie Rossmann oder dm haben bereits einige der Schlecker-Filialen übernommen. Auch der Textil-Discounter Kik sowie die Kaufhauskette Woolworth haben einige ihrer Geschäfte in ehemaligen Schlecker-Märkten eröffnet. Bei den Filialen handelt es sich jedoch größtenteils um Gewerbeflächen, die zuvor unter dem Label „Schlecker XL“ genutzt wurden beziehungsweise um Geschäftsflächen der Schlecker-Tochter „Ihr Platz“. Nicht also die typischen Schlecker-Märkte, die meist nur eine Fläche von knapp 200 Quadratmetern aufweisen.

Knapp 42 Prozent der Schlecker-Mitarbeiter haben neuen Job

Auch die Situation vieler ehemaliger Schlecker-Mitarbeiter hat sich ein Jahr nach der Insolvenz nicht wesentlich verbessert. Zwar sind einige Schlecker-Frauen bei anderen Drogerieketten unterkommen – Rossmann übernahm knapp 2.000 Mitarbeiter, dm stellte bis Oktober 800 ehemalige Schlecker-Beschäftigte ein. Insgesamt sind jedoch nur rund 42 Prozent der knapp 23.400 arbeitslos gemeldeten Schlecker-Leute in neue Jobs vermittelt worden.

Daily-Filialen sollen in den nächsten Wochen eröffnen

Hoffnung schöpften viele einstige Schlecker-Angestellte, als der österreichische Investor Robert Haberleitner ankündigte 600 Schlecker-Filialen zu übernehmen und unter dem Namen Daily weiter zu betreiben. Bislang blieb es jedoch bei der Ankündigung. Nun heißt es, dass die ersten Filialen in den kommenden Wochen nach dem Daily-Konzept eröffnet werden.

(Norman Schönfeld/berlin.business-on)


 


 

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