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  • 08.04.2016, 10:56 Uhr
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  • Berlin
ECHO 2016

Musik lag in der Luft beim Jubiläum des Deuschen Musikpreises ECHO 2016

Bei der am Donnerstag vom Palais am Funkturm live übertragenen Award-Show gewann Helen Fischer erneut vier Trophäen. Wahlberlinerin Barbara Schöneberger moderierte gewohnt amüsant den Abend.

Dreimal gewann der Singer-Songwriter Joris. Er erhielt die Trophäe als „Newcomer national“, außerdem konnte sein Album „Hoffnungslos Hoffnungsvoll“ beim Kritikerpreis die meisten Stimmen auf sich vereinen. Bei der Abstimmung über den in Kooperation mit den jungen Radio-Programmen und Popwellen der ARD verliehenen Radio-ECHO fällten die Zuschauer während der Gala eine Entscheidung zugunsten des Joris-Hits „Herz über Kopf“. Zwei Auszeichnungen gingen an den DJ und Produzenten Robin Schulz. In den Kategorien „Dance national“ und „Nationaler Act im Ausland“ hatte der Künstler aus Osnabrück jeweils die Nase vorn. Die gleichen Kategorien wie im Vorjahr gingen an den Düsseldorfer Rapper Kollegah: „Hip-Hop/Urban national“ und „Best Interactive Act national“. Einen weiteren Doppelerfolg verzeichnete das belgische DJ-Projekt Lost Frequencies, das in der Kategorie „Dance international“ abräumte und mit „Are You With Me“ den „Hit des Jahres“ landete.

Sarah Connor und Andreas Bourani wurden als beste Künstlerin bzw. bester Künstler im Bereich Rock/Pop national ausgezeichnet. Ihren ersten ECHO seit zwölf Jahren bekam die Gruppe PUR als „Band Rock/Pop national“. Gewinner in der Kategorie „Schlager“ wurde Wolkenfrei, und in der volkstümlichen Musik konnten am Ende die Mitglieder der Band Santiano ihre Trophäen entgegennehmen. Beim Rennen um das „Beste Video national“ setzte sich Udo Lindenberg mit „Durch die schweren Zeiten“ durch.

Die Auszeichnungen für die besten internationalen Einzelkünstler Rock/Pop gewannen die britischen Superstars Adele und Ed Sheeran. Auch die Awards für den besten internationalen Newcomer und die beste internationale Band gingen nach Großbritannien: Preisträger sind James Bay und die Gruppe Coldplay, die damit den vierten ECHO ihrer Karriere verbuchen konnte. Sieger in der Kategorie „Hip-Hop/Urban international“ wurde die amerikanische Hip-Hop-Legende Dr. Dre. In den Kategorien „Rock/Alternative national“ und „Rock/Alternative international“ wurden die umstrittene Bands Frei.Wild und die Alt-Metaller von Iron Maiden ausgezeichnet.

Sido war der Verlierer des Abends, denn er ging leer aus. Immerhin aber sorgte der Berliner Rapper für den frechsten Auftritt. Relativ früh am Abend sollte er den Preis für den besten "Künstler Rock/Pop national" verleihen, da waren alle Kategorien, in denen er selbst nominiert war, noch offen. Er trat ans Mikro und sagte: "Die sind so dumm hier beim Echo. Da hinter der Bühne stehen alle Preise. Ich habe schon gesehen, wer gewinnt - ich jedenfalls nicht." 

„An dieser Stelle möchte ich allen Partnern herzlich danken, die die Realisierung des ECHOs dieses Jahr möglich gemacht haben“, so Dr. Florian Drücke, Geschäftsführer des BVMI. Im Rahmen der von Kimmig Entertainment produzierten und live im Ersten ausgestrahlten ECHO-Verleihung 2016 mit Gastgeberin Barbara Schöneberger traten zahlreiche Stars auf. Als Show-Acts waren u.a. Enya, Mark Forster, ESC-Teilnehmerin Jamie-Lee, Alan Walker und Zara Larsson, Xavier Naidoo und The Weeknd mit von der Partie. Überdies wurde auch vieler verstorbener Musiker wie Roger Cicero, James Last oder Lemmy Kilmister gedacht. In einer Hommage an David Bowie sang der Chamber Choir of Europe den Bowie-Klassiker „Space Oddity“.

ECHO-Dinner am Vorabend für ZDF "aspekte" und spotify

Bereits am Vorabend der ECHO-Verleihung 2016 wurden in Berlin die ersten ECHOs des Jahres verliehen. Im Rahmen eines Dinners ehrte die Deutsche Phono-Akademie, das Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), die Redaktion der ZDF-Kultursendung „aspekte“ als „Partner des Jahres“. Daniel Fiedler, Leiter der ZDF-Redaktion „Kultur Berlin“, nahm die Auszeichnung entgegen. Die Auszeichnung in der Kategorie „Handelspartner des Jahres“ ging an die Streaming-Plattform Spotify. Mit dieser Entscheidung trägt der BVMI den veränderten Rahmenbedingungen des Musikmarktes Rechnung. Stefan Zilch, Geschäftsführer Spotify in Deutschland, Österreich und der Schweiz, nahm den ECHO persönlich entgegen.

„Es ist schön, den ECHO auch dieses Jahr wieder in Berlin begrüßen zu dürfen“, so Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin. „In Berlin sind Musik- und Medienwirtschaft zu Hause, denn hier finden sie ein kreatives Umfeld, eine zukunftsträchtige Szene und wichtige Branchenpartner. Deshalb freut es mich besonders, dass die ersten ECHOs an Preisträger aus der Hauptstadt gehen, die für ihre innovativen Formate und Geschäftsmodelle ausgezeichnet werden. Damit passen sie bestens zu Berlin.“

Mehr Informationen auf www.echopop.de

(Redaktion)


 

 

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