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  • 03.10.2015, 08:58 Uhr
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INTERVIEW EINHEITS-SPECIAL

Im Interview: Florida-Eiscafé-Besitzer Olaf Höhn

Der gelernte Maschinenbauingenieur hat in den 1980er-Jahren in Berlin-Spandau eine Eisdiele, die auf eigene Speiseeisherstellung setzt. Dass Florida-Eis einmal zur einer Kultmarke aufsteigen wird, ist damals noch nicht abzusehen.

Am Anfang ist Florida als Sehnsuchtsort im Kopf eines Berliner Eiscafébesitzers: „Ich wollte aus einem kleinen Eiscafé ein großes machen und Florida war der Aufhänger“, erinnert sich Olaf Höhn, Geschäftsführer und Inhaber von Florida-Eis.

Den Mauerfall verpasst Höhn auf einem mehrwöchigen Urlaub in den USA, er erfährt davon erst ungläubig bei seiner Rückkehr nach Berlin. Für das Eiscafé in Spandau brechen turbulente Zeiten an: Auf dem Bürgersteig vor dem Café parken Trabis, und bis Januar ist es trotz der kalten Jahreszeit immer voll. Viele Neukunden kommen aus dem ostdeutschen Umland, viele betreiben selbst ein Eiscafé und suchen Rat und Hilfe. Höhn gibt Tipps für den Start in die freie Marktwirtschaft, verrät, wie man den Preis für einen Eisbecher kalkuliert und verschenkt das Fachbuch „Das Eisbrevier“.

Florida als Verheißung von Sommer und Palmen im kalten Berlin funktioniert auch nach der Wende. Für das Unternehmen werden die Zeiten immer sonniger: Ab 2005 produziert Florida-Eis auch für den Berliner Einzelhandel. 2013 eröffnet in Spandau eine neue Fabrik, in der über 60 Sorten lactose- und glutenfreies Eis hergestellt werden sowie die neue Produktlinie König Ludwig Eis. Durch die neue CO2-freie Eisherstellung in der Eismanufaktur Spandau ist Florida-Eis nicht nur ein Vorreiter in Sachen Geschmack, sondern auch in Green Economy: „Das Fabrikdach ist begrünt. Mit einer Photovoltaikanlage wird ein Teil des Energiebedarfs erzeugt, der Wärmebedarf wird mit einer Pelletheizung gedeckt. Statt mit CO2 oder Strom wird mit uns mit Stickstoff schockgefrostet“, erklärt Höhn. Auch der Vertrieb ist zeitgemäß: Mittlerweile muss man für das kalte Vergnügen nicht mehr eines der vier Berliner Florida-Eiscafés in Spandau und Tegel besuchen oder den Supermarkt um die Ecke, sondern kann auch über das Internet bestellen.  (Quelle be berlin / IHK) 

Mehr Informationen über das Unternehmen auf   http://www.floridaeis.de/

Das Interview führte er für die Berlin Kampagne im letzten Jahr (2014)  / VÖ mit freundlicher Genehmigung von be berlin

(Redaktion)


 

 

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3. Oktober
2015
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