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INTERVIEW EINHEITS-SPECIAL

Im Interview: Dr. Manfred Riedel war sich bewusst, dass es schwierig ist, sich durchzusetzen

Es sind die kreativen Köpfe, die den Erfolg der Dr. Riedel Automatisierungstechnik GmbH begründeten und bis heute maßgeblich bestimmen.

Und es ist die vom Erfolg des eingeschlagenen Weges überzeugte Persönlichkeit des namensgebenden Unternehmensgründers und Geschäftsführers, die diese Potenziale lenkt und bündelt.Vom Lieferanten des weltweit ersten Hausautomationssystems für die Steuerung vernetzter Heizungs- und Lüftungstechnik im mehrgeschossigen Wohnungsbau haben wir uns seit 1991 ständig weiterentwickelt und sind an den Wünschen unserer Kunden und Partner gewachsen. Heute hat die Dr. Riedel Automatisierungstechnik GmbH ihr Produktportfolio auf ein ganzes Spektrum innovativer Systemlösungen für ein- und mehrgeschossige Wohnhäuser, öffentliche Verwaltungsgebäude und Gewerbeeinrichtungen ausgeweitet.

 Berlin, the place to be ?

Mein Unternehmen ist in Berlin tätig, weil wir hier viele gute Arbeitskräfte finden und eine sehr gute Infrastruktur haben.Unsere Hauptkunden sind Wohnungsgesellschaften und -genossenschaften sowie kommunale Institutionen, die es in dieser Häufung nur in Berlin gibt. Berlin verfügt über eine Vielzahl von Universitäten und Hochschulen, mit denen wir regelmäßig Kooperationsentwicklungen durchführen. Deshalb verfügen unsere Produkte über Alleinstellungsmerkmale, so dass wir uns im Wettbewerb mit den großen Gebäudeautomationsfirmen erfolgreich behaupten können.

Wie wurde Ihr Unternehmen/Ihre wissenschaftliche Einrichtung von der Teilung der Stadt bzw. dem Fall der Mauer am 09. November 1989 geprägt? 
Ich war Ingenieur an der Bauakademie Berlin, die im Zuge der Wiedervereinigung Ende 1991 geschlossen werden sollte. Bereits in dem Institut für Heizung und Lüftung der Bauakademie arbeitete ich daran, Energie durch intelligente Vernetzung aller Komponenten der Gebäudetechnik zu reduzieren. Daraus ist die Geschäftsidee für das Unternehmen entstanden, das ich im April 1991 gegründet habe. Gleich zum Start konnte ich zehn meiner Institutskollegen als Mitarbeiter gewinnen. Wir wollten uns auf den Wohnungsbau und die kommunalen Gebäude konzentrieren, da wir erkannt hatten, dass die Energieverbrauchswerte beim Gebäudebestand sowohl im Westen als auch im Osten sehr schlecht waren. Schon im Herbst 1991 gewannen wir auf der internationalen Messe in Leipzig mit Landis und Gyr (heute Siemens) unseren ersten großen Kunden und wurden 1992 mit dem Innovationspreis des Landes Berlin Brandenburg für mehrgeschossigen Wohnungsbau ausgezeichnet. Heute gehören wir zu den führenden Unternehmen in unserer Branche.

Wie sieht die Zukunftsvision für Ihr Unternehmen oder Ihrer wissenschaftlichen Einrichtung aus? Welche visionären Veränderungen stehen bis 2030 an?
Für unser Unternehmen bin ich voller Optimismus, wenn ich in die Zukunft blicke. Wir haben eine außerordentlich gute technische Basis und verfügen über eine sehr gute Mischung aus erfahrenen und neuen Mitarbeitern. Bei uns geht kein Wissens-Know-how verloren und gleichzeitig kommen durch neue junge Leute immer wieder innovative Ideen ins Unternehmen. Zudem ändert die Wohnungswirtschaft gerade ihre Strategie hin zu einem verstärkten Einsatz von energieeffizienten Systemen.
Als Haupttreiber für den Leitmarkt „Smart Home“ in Deutschland wird aktuell das Thema Energiemanagement identifiziert. Jüngste Studien prognostizieren einen Milliardenmarkt für Smart Home bis 2030, an dem wir partizipieren möchten.

Erzählen Sie uns eine Anekdote aus Ihrer Erfolgsgeschichte, wie sie nur in Berlin hat stattfinden können. 
Wir waren bei unserer Unternehmensgründung in allen technischen Fragen fit. Doch es fehlte uns jegliche Kompetenz in Rechts- und Steuerfragen. Nachdem wir kurz nach Firmengründung mit Landis und Gyr den ersten Großkunden gewonnen hatten, mussten schnell Verträge aufgesetzt werden. Ein Freund empfahl mir den Berliner Anwalt Dr. Knauthe. Ich suchte Dr. Knauthe auf und fragte, ob er mir helfen könne. Er war von unserem Projekt, sozusagen als Ostberliner eine neue Firma im Elektronikbereich zu gründen, die den Großen im Westen Konkurrenz macht, so begeistert, dass er mich bei dem Großauftrag juristisch beraten, die Vertragsverhandlungen sowie das Aufsetzen der Texte und Verträge kostenlos übernommen hat.Unseren Kunden haben wir damit beeindruckt, dass wir mit einem der renommiertesten Rechtsanwälte aufwarten konnten. Diesen Rechtsbeistand hätte ich mir noch gar nicht leisten können – schon gar nicht von einer so renommierten Kanzlei. Doch das wusste ich nicht, als ich Unterstützung suchte. (Quelle be berlin / IHK) 

 Mehr Informationen über das Unternehmen auf   riedel-at.de

Das Interview führte er für die Berlin Kampagne im letzten Jahr (2014), VÖ mit freundlicher Genehmigung von be berlin 

(Redaktion)


 


 

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