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  • 20.01.2017, 14:08 Uhr
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  • Berlin
EINZELHANDEL / VEGANZ

Veganz schließt einige Veggie-Supermarktkette ausserhalb Berlins – eine Insolvenz wird seitens der Geschäftsführung dementiert

Trotz des anhaltenden Vegan-Booms muss die vegane Supermarktkette Veganz möglicherweise mehrere Filialen schließen. Bereits seit Dezember befindet sich das Pionierunternehmen in einem Insolvenzverfahren.

Seinen ersten veganen Supermarkt eröffnete Veganz 2011 im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg. Seither waren neun weitere Supermärkte hinzu gekommen. Sechs dieser Filialen – alle außerhalb von Berlin – werden nun nach Unternehmensaussagen „geprüft“ und könnten dann geschlossen werden, laut aktuellem Bericht von Utopia. Die Veganz-Filiale in München musste bereits im November 2016 schließen, Anfang Januar kündigte das Unternehmen zudem die Schließung der Filiale in Frankfurt an.

Während mehrere Medien übereinstimmend von mindestens vier Filial-Schließungen berichten, sagte das Unternehmen der Utopia-Redaktion, es sei noch „völlig unklar“, wie genau es mit den betroffenen Filialen weitergehe. Aufgrund von „Umstrukturierungen“ im Unternehmen würden derzeit die sechs Filialen außerhalb von Berlin einzeln daraufhin „untersucht“, ob sie in das neue Unternehmens-Konzept passen würden oder nicht.

Auf Facebook weist das Unternehmen die Insolvenzmeldungen teilweise zurück

In einer Presseerklärung des Unternehmens steht: „Die Veganz GmbH hat, entgegen aktuell veröffentlichter Presseartikel, keine Insolvenz angemeldet. Basierend auf unserem Strategiewechsel hin zur Fokussierung auf das Kerngeschäft als Markenartikler, strukturieren wir derzeitig unser Filialgeschäft um. Dazu haben wir für unsere Tochtergesellschaft die Veganz Retail GmbH, welche unsere aktuell 4 Filialen außerhalb Berlins betreibt, ein Planinsolvenzverfahren in Eigenregie initiiert. Dieses Verfahren erlaubt die Wahrnehmung von Sonderrechten, die uns eine Sanierung der betroffenen Filialen ermöglicht. Parallel überprüfen wir für jeden einzelnen Standort die Umsetzbarkeit unseres neuen Flagshipstore Konzepts. An jenen Standorten, an denen die Option der Umstrukturierung besteht, bauen wir die Filiale um und betreiben diese im neuen Design weiter. Die Veganz Muttergesellschaft, sowie die Tochterunternehmen, die für die Zusammenarbeit mit dem Lebensmitteleinzelhandel, der Produktentwicklung, dem Einkauf und der Logistik der Gruppe verantwortlich zeichnen, sind wirtschaftlich gesund, agieren autark und werden von den für das Filialnetz eingeleiteten Maßnahmen nicht negativ beeinflusst. Gegenteilig zu den aktuellen Presseartikeln haben wir die Unternehmung sehr frühzeitig auf die Entwicklungen im Handel eingestellt und uns auf den Vertrieb der inzwischen 160 Veganz Markenprodukte im Lebensmitteleinzelhandel fokussiert. Dadurch haben wir die Verfügbarkeit unserer Produkte in Europa aktuell auf über 7.000 Vertriebspunkte ausbauen können. Wir ziehen aus den letzten Jahren eine positive Bilanz und sehen uns für die zukünftige Entwicklung im Handel sehr gut gerüstet."

Veganz-Produkte nicht betroffen

Seit 2015 vermarktet Veganz eine eigene Produktlinie. Die Produkte sind nicht nur in den eigenen Läden, sondern auch in vielen Supermärkten und Drogeriemärkten erhältlich, unter anderem bei dm, Globus, Metro, Edeka, Netto und Tengelmann. Dieser Unternehmenszweig ist laut der Veganz-Pressesprecherin sehr erfolgreich und von der Insolvenz nicht betroffen. „Wir sehen uns als Markenartikler. Unser Hauptgeschäft liegt inzwischen in den Kooperationen mit dem Einzelhandel. Darauf konzentrieren wir uns“, sagt uns Veganz-Pressesprecherin Jana König gegenüber der Redaktion von Utopia 

Über Veganz: wurde im Jahr 2011 von Jan Bredack gegründet, revolutioniert den klassischen Lebensmittelhandel. Als erste vegane Supermarktkette Europas bietet Veganz 100% vegane Produkte an. Unsere Produkte vertreiben wir in 10 eigenen Filialen und bei unseren LEH-Partnern. Veganz importiert Waren aus über 30 Ländern weltweit und vertreibt diese in ganz Europa In den eigenen Filialen werden rund 4.500 vegane Produkte von über 260 Lieferanten angeboten.

(Redaktion)


 

 

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