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  • 02.07.2015, 10:34 Uhr
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  • Berlin
Energie

Andreas Kuhlmann neuer Geschäftsführer der dena

Andreas Kuhlmann hat am 1. Juli 2015 den Vorsitz der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena) übernommen. Dies beruht auf einer Entscheidung des Aufsichtsrats und der Gesellschafterversammlung.

Der Diplom-Physiker führt die Geschäfte gemeinsam mit Ulrich Benterbusch, der seit Beginn des Jahres als alleiniger Geschäftsführer fungierte. Der frühere Vorsitzende der Geschäftsführung Stephan Kohler ist zum 31. Dezember 2014 aus der dena ausgeschieden.

"Ich freue mich sehr auf das dena-Team und die neue Aufgabe", sagte Kuhlmann in Berlin. "Die Energiewende ist in einer spannenden Phase. Vieles ist im Umbruch. Innovation, Dialog und vernetztes Denken werden in Zukunft eine noch größere Rolle spielen. Die dena wird diesen Wandel mit ihren erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und mit ihren Partnern in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft wesentlich mitgestalten. Kern unserer Aufgabe ist es, die Energiewende weiter voranzubringen. Das ist spannend und ich bin sicher, dass das auch eine Menge Spaß machen kann."

Kuhlmann leitete zuletzt den Geschäftsbereich Strategie und Politik beim Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). In dieser Funktion beschäftigte er sich intensiv mit den verschiedenen Aspekten der Energiewende. Neben seinen Führungspositionen im Europaparlament, dem Deutschen Bundestag und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales war er auch in den deutschen Botschaften in Stockholm und Helsinki tätig.

Die dena führte mit Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel ein Interview zur Zukunft der dena
business-on veröffentlicht Auszüge

dena: Es hat in den vergangenen Monaten unter den Anteilseignern der dena und darüber hinaus intensive Diskussionen über deren Neuausrichtung gegeben. Was sind aus Sicht des BMWis, das hier die Federführung hatte, die wichtigsten Ergebnisse?

Gabriel: Vier Punkte sollen in Zukunft im Vordergrund stehen. Erstens: Energieeffizienz. Mit dem Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) haben wir eine gute Grundlage gelegt, jetzt brauchen wir endlich mehr Schwung bei dem Thema. Zweitens: Systemische Fragen der Energiewende. Intelligente Energiesysteme, die Integration der erneuerbaren Energien und auch die Digitalisierung der Energiewirtschaft werden immer wichtiger und erfordern ein ganz neues Denken – von den Smart Grids bis zur Elektromobilität. Drittens: Die dena soll stärker als bisher im In- und Ausland als Vermittler und Botschafter der Energiewende auftreten. Das ist gut für die Energiewende und vor allem auch für die vielen Unternehmen, die für dieses Projekt ganz hervorragende Produkte entwickelt haben. Diese Unternehmen wollen wir stärken. Und viertens: Der Stakeholder -Dialog mit Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft ist und bleibt eine tragende Säule. Hier hat die dena bereits enorme Kompetenzen und ich bin sicher, dass Herr Kuhlmann diese gemeinsam mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der dena weiter ausbauen kann. So wie sich die Energiewende immer wieder verändert, so müssen es auch deren Akteure. Das gilt also auch für die dena, die dabei auf den guten Erfolgen der Vergangenheit solide aufbauen kann.

dena: Die dena ist nun 15 Jahre alt. In dieser Zeit haben sich die energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen ganz erheblich verändert. Was glauben Sie, wie wird es weiter gehen mit der Energiewende?

Gabriel: Die zentrale Aufgabe dieser Legislaturperiode besteht darin, die Energiewende zu systematisieren und die Energieeffizienz nachhaltig zu verankern. Daran arbeiten wir in diesen Wochen und Monaten und dass das nicht einfach ist, zeigen die intensiven Diskussionen, die wir innerhalb der Bundesregierung, aber auch mit den verschiedenen Akteuren gegenwärtig haben. Danach steht eine weitere entscheidende Phase der Energiewende an – mit vielen Innovationen, hoffe ich, und mit erfolgversprechenden Projekten. Aber natürlich auch mit einer ganzen Reihe von Zielkonflikten, die wir auflösen müssen. Ich wünsche mir, dass die dena als kompetenter „Thinktank“ an der Seite der Bundesregierung hier wichtige Impulse geben wird. In der Vergangenheit hat sie häufig bewiesen, dass sie das kann. Eins ist sicher: Die Energiewende bleibt spannend und der dena wird die Arbeit so schnell nicht ausgehen.

(Quelle: news aktuell) Weitere Informationen unter dena.de.

(Redaktion)


 

 

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