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Großer Solarpark in Neuhardenberg

Ein 240 Hektar großer Solarpark entsteht auf ehemaligen Flughafengelände Neuhardenberg. Die Eröffnung findet am 3. Oktober statt.

Ein riesiger Solarpark steht auf dem Flugplatz Neuhardenberg (Landkreis Märkisch-Oderland) vor der Fertigstellung. Die 240 Hektar große Anlage werde am 3. Oktober (11.00 Uhr) mit einem Fest eröffnet, teilten die Airport Development Neuhardenberg und die ENFO AG am Mittwoch mit. Die Investitionskosten belaufen sich den Angaben zufolge auf rund 200 Millionen Euro. Kritik kommt von Umweltschützern. Auch mögliche Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit der Munitionsbergung auf dem Gelände werden untersucht.

Der Park soll eine Leistung von 145 Megawatt haben und ist damit laut den Investoren das größte Solarprojekt Deutschlands. Die Anlage soll bis Ende des Jahres ans Netz gehen und könne dann etwa 48.000 Haushalte mit Strom versorgen.

Der Solarpark werde von fast 2.000 Arbeitern in der Rekordbauzeit von fünf Wochen errichtet, sagte ENFO-Vorstand Rudolf Haas. Der Aufbau solle bis Ende der Woche abgeschlossen werden. Der Airport Neuhardenberg sei weiterhin als Flugplatz nutzbar. Zur Eröffnung des Solarparks seien Rundflüge und Busrundfahrten über das Gelände geplant.

Naturschützer legten Widerspruch gegen Baugenehmigung ein

Unterdessen teilte der Brandenburger Naturschutzbund Deutschland (NABU) mit, dass er bereits in der vergangenen Woche Widerspruch gegen die Baugenehmigung für den Solarpark eingelegt habe. Landesgeschäftsführerin Katharina Weinberg begründete diesen Schritt damit, dass die Naturschutzverbände bei der Baugenehmigung nicht beteiligt worden seien, obwohl geschützte Tierarten und Biotope betroffen seien.

Auf dem Gelände gebe es unter anderem Winterquartiere von etwa 600 Zwergfledermäusen. Auch Maßnahmen zum Schutz von Zauneidechsen seien nicht ausreichend dargestellt worden. Der Widerspruch hat den Angaben zufolge keine aufschiebende Wirkung, die Bauarbeiten können trotzdem fortgeführt werden.

Offenbar gab es auf dem Gelände auch Probleme bei der Bergung von Munition. Der Eigentümer habe eine Privatfirma mit der Kampfmittelbeseitigung beauftragt, sagte Innenminister Dietmar Woidke (SPD) am Mittwoch im Landtag in Potsdam. Als der Kampfmittelbeseitigungsdienst die Munition abholen wollte, habe die Firma aber nicht die nach dem Sprengstoffgesetz erforderlichen Nachweise vorlegen können. "Außerdem fehlte es an den notwendigen Sprachkenntnissen des vor Ort tätigen Personals", fügte Woidke hinzu. Der Fall sei deshalb an das Landesamt für Arbeitsschutz in Eberswalde gemeldet worden.

(dapd-lbg/ Jörg Schreiber)


 


 

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