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Energieversorgung

Entscheidung über Energiepaket steht an

Der Bundestag will über das Energiepaket entscheiden. Für Schadensersatzzahlungen bei Netzproblemen sollen die Verbraucher aufkommen. Vier Stromkonzerne kontrollieren den Markt in Deutschland.

Am Donnerstag will der Bundestag über ein Energiepaket entscheiden, mit der die Versorgungssicherheit und der Ausbau von Windparks sichergestellt werden soll. Das Energiewirtschaftsgesetz soll dafür ergänzt werden. Die Bundesregierung will Schadensersatzzahlungen für Netzprobleme bei See-Windparks auf die Stromverbraucher umlegen. Pro Verbraucher könnte dies knapp zehn Euro mehr im Jahr bedeuten.

Hinzu kommt, dass der Bundestag finanzielle Anreizmodelle für Unternehmen schaffen will, die bereit sind, stromsparend zu arbeiten. Das Stromnetz soll so stabiler und zuverlässiger laufen. Unrentabel gewordene Gas- oder Kohlekraftwerke sollen vorerst nicht abgeschaltet, sondern bei Engpässen der Stromversorgung eingesetzt werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat indessen angekündigt, die geplante Strompreiserhöhung von E.On, RWE und Vattenfall sehr genau zu prüfen.

In Deutschland ist die Stromerzeugung privatisiert. Es gibt zwar über 800 Stromanbieter, jedoch werden ungefähr 80 Prozent der Stromerzeugung von den vier großen Energieunternehmen Vattenfall, RWE, E.On und EnBW bereitgestellt. Die vier Konzerne haben sich den Strommarkt in Deutschland aufgeteilt und bilden damit faktisch ein Oligopol . Im Jahre 2009 fuhren sie zusammen 23 Milliarden Euro Gewinn ein.

(MV)


 


 

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