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European Coaching Association

Die ECA bemängelt die Rentendiskussion

Die European Coaching Association (ECA) mit Sitz in Düsseldorf und Berlin fordert neue Diskussion um Alter und Rente: Abschied von Fremdbestimmung, hin zur Selbstbestimmung.

Eine FORSA Umfrage ergab, dass 90% der Deutschen die Rente mit 63 begrüßen. Fragt man bei Betroffenen nach, die kurz vor dem Renteneintritt stehen, so wünschen sich die meisten einen durchaus differenzierteren und selbstbestimmteren Umgang mit ihrem persönlichen Abschied vom Berufsleben. Bernhard Juchniewicz von der ECA (European Coaching Association): „Jede Lebensphase bietet Wahlmöglichkeiten und die Chance zu lernen und sein Leben selbst zu gestalten. Studieren und parallel berufstätig sein, Familie haben und Arbeiten – dafür gibt es Modelle und Realisierungsunterstützung.“ „Die Neuorientierung in der Lebensphase nach dem Beruf oder gar ein langsames Ausklingen der Berufstätigkeit zu unterstützen ist für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft trotz demografischen Wandels aber noch ein weißer Fleck auf der Karte“, bemängelt Juchniewicz, der mit der ECA  soeben das 20jährige Jubiläum feiert.

Es sind vor allem Führungskräfte und Selbständige, die sich an einen Professionellen Coach wenden, wenn es darum geht, den Übergang vom Arbeitsleben in eine neue Lebens-Biographie zu erarbeiten und eine Neuorientierung in der gewünschten Souveränität und Selbstbestimmung in  „Ruhe“ aktiv selbst zu gestalten. Die Themen sind dabei umfassend. Da ist der Manager, der trotz Rentenalter gerne weiter aktiv ist und arbeitet, aber lernen möchte, wie er Verantwortung an jüngere Nachfolger abgibt. Das sind oft Menschen, die ihr Leben lang beruflich erfolgreich waren und nun voller Genuss die alten Zwänge – Negativ-Fixierungen (Energiekiller), die sie über Jahrzehnte gezwungen waren zu ertragen, endlich loszulassen, wie eine Hülle abzustreifen und aktiv ihre eigene neue Lebens-Biografie aus Selbstbestimmung neu zu gestalten. Lebens-Sinn-Erfüllung und Wertschöpfung statt fremdbestimmte Arbeit, so lautet das Motto für viele.  „Das Bewusstsein für die Planung dieses Lebensabschnitts zu schaffen, sich eigene Ziele – Inhalte – Werte – erarbeiten und auch mit Herausforderungen Krisen - Unwägbarkeiten umgehen zu lernen kann in einem professionellen Coaching lebenserfüllend erarbeitet werden.

„Über 65jährige leiden doppelt so häufig unter Depressionen wie der Durchschnitt“, sagt Juchniewicz. Dafür gäbe es viele Ursachen, eine davon sei vermeidbar: „das Gefühl des Ausgeschlossen-Seins aus einer leistungs- und effizienzgeprägten Gesellschaft. Menschen benötigen in jedem Lebensalter Unterstützung darin, sich individuelle Perspektiven zu schaffen, aus den verschiedensten Lebenssituationen heraus“. Im Vorteil seien diejenigen,  denen es gelingt, Veränderungen flexibel anzunehmen und die in der Lage sind, Ressourcen situativ angemessen und altersgemäß zu aktivieren. „Es ist ein Lernprozess und man kann es trainieren,“ sagt der ECA-Präsident und fügt hinzu: „Je häufiger ein Mensch in seinem Leben lernt schicksalhafte Veränderungen anzunehmen, desto leichter gelingt es ihm, bei aktuellen Herausforderungen oder Krisen die notwendigen Entscheidungen zu erarbeiten und Fähigkeiten zu entwickeln, seine altersgemäßen Ziele zu realisieren.“

Im Klartext oder im Umkehrschluss: Wer seine Resilienz Fähigkeit trainiert, der wird im höheren Lebensalter Freude an Herausforderungen und Veränderungen haben und zufriedener, erfüllter leben.

(Redaktion)


 


 

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